17.12.2001

ERREICHBAR

Bildquelle: PhotoDisc

Das Handy als Dauerbegleiter

89 Prozent aller Jugendlichen sind Handybesitzer, zwei Drittel aller Haushalte haben mehr als ein Handy - das sind nur zwei Eckdaten von vielen, die eine aktuelle Fessel-GfK-Studie ergeben hat.

Im Auftrag der Mobilkom Austria wurden 882 Österreicher zu ihrem mobilen Telefonverhalten befragt. Rudolf Bretschneider, Leiter des Fessel-GfK-Instituts, fasst zusammen: "Das Handy ist für die meisten Österreicher zur Selbstverständlichkeit geworden. Es finden sich heute nur noch wenige Lebenssituationen, in denen das Handy wirklich abgeschaltet wird."

Allzeit erreichbar

Die Österreicher wollen mehrheitlich immer dann erreichbar sein, wenn sie zu Hause, mit Freunden zusammen, in einem öffentlichen Verkehrsmittel oder beim Autofahren sind. Interessant dabei: Trotz Erreichbarkeit über das Festnetz ist es für 75 Prozent der Österreicher wichtig, das Handy in den eigenen vier Wänden online zu halten, bei Jugendlichen sind es sogar 92 Prozent.

Die fast vollständige Marktpenetration mit 83 Prozent in Österreich hat auch Auswirkungen auf neue Gruppen, die ein Handy besitzen: Kinder, Jugendliche und Senioren. Heute hat bereits mehr als ein Drittel aller Kinder von sechs bis zwölf Jahren ein eigenes Handy.

89 Prozent der Jugendlichen mit Handy

Bei Jugendlichen im Alter von 14 bis 24 Jahren hat sich der Handybesitz in dieser Gruppe seit 1999 mehr als verdoppelt und liegt heute mit 89 Prozent noch einmal um sechs Prozent über dem Österreichschnitt.

Erreichbarkeit und Sicherheit

Im selben Zeitraum hat sich auch die Zahl der Mobiltelefonierer unter den Senioren verdoppelt. Damit telefoniert beinahe jeder Zweite über 50 im GSM-Netz.

Als wichtigsten Kaufgrund eines Handys nennt mehr als die Hälfte aller Handy-User heute "die gute eigene Erreichbarkeit" [54 Prozent der Nennungen], gefolgt von "einem Gefühl der Sicherheit" [21 Prozent]. Ist das Handy im Geschäftsbereich seit jeher eine Selbstverständlichkeit, so explodierte in den letzten beiden Jahren besonders die private Nutzung. Mittlerweile telefonieren 61 Prozent der User ausschließlich privat über ihr Mobiltelefon.

Mehr privat, weniger beruflich

Bretschneider: "Prozentuell telefonieren heute mehr Leute privat mit dem Handy und weniger beruflich. Noch vor wenigen Jahren war der typische Handybesitzer jung, trendig und berufstätig, heute nähert sich der typische Handy-User sukzessive dem Profil des Durchschnittsösterreichers."

Mehr als ein Handy pro Haushalt

Der Trend zum Mehr-Handy-Haushalt hat sich in den letzten beiden Jahren weiter verstärkt. War in der Vergleichsstudie von 1999 noch die Hälfte aller österreichischen Haushalte im Besitz nur eines Handys, so ist diese Zahl 2001 auf ein Viertel geschrumpft.

Dagegen hat sich der Anteil der Haushalte mit drei Handys auf 20 Prozent verdoppelt, mit vier Handys auf 14 Prozent mehr als verdoppelt und der Anteil der Haushalte mit mehr als vier Handys auf sieben Prozent sogar versiebenfacht. Mobilkom-Chef Boris Nemsic erklärt diesen Trend unter anderem durch die dynamische Entwicklung der Marktpenetration in Österreich: "Nutzte im Jahr 1999 die Hälfte der Österreicher ein Handy, so sind es 2001 zwei Drittel. Heute haben wir mit 6,6 Millionen SIM-Kartenbesitzern beinahe Vollversorgung."