Premiere für Elektro-"Trabi"

AUTOMOBIL
16.08.2009

Trabant-Nachfolger auf Internationaler Automobilausstellung (IAA)

Der legendäre DDR-Kleinwagen Trabant soll einen umweltfreundlichen Nachfolger bekommen. Auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA), die von 17. bis 27. September in Frankfurt stattfindet, wird eine Version des von einem Firmenkonsortium initiierten "New Trabi" vorgestellt. "Er wird als Elektroauto für die Stadt und den stadtnahen Bereich präsentiert", sagte Ronald Gerschewski, Geschäftsführer des sächsischen Spezialfahrzeugbauers IndiKar am Samstag. Der moderne Nachfolger der "Rennpappe" solle ebenso wie einst die ostdeutsche Marke Trabant "für eine breitere Masse erschwinglich und praktikabel" sein.

Start 2012 angepeilt

Es sei denkbar, dass schon 2012 die ersten der neuen Fahrzeuge auf der Straße zu sehen sein könnten, sagte Gerschewski. Bisher sei das neue Auto mit den Mitteln des Konsortiums und ohne staatliche Finanzspritzen konzipiert worden. "Wir suchen jetzt nach Investoren, die es mit uns fortentwickeln möchten", sagte der Geschäftsführer.

Der fränkische Miniaturmodell-Hersteller Herpa hatte auf der IAA 2007 das Modell eines neuen Trabis im Maßstab 1:10 vorgestellt. "Es war eigentlich eine Marketingidee zum 50. Geburtstag des Trabant", sagte Gerschewski. Damals seien 12.000 Besucher schriftlich befragt worden, ob es das neue Modell auch als "echtes Auto" geben sollte -und mehr als 90 Prozent hätten das gewünscht.

Zu dem Konsortium, das seither den "New Trabi" entwickelt, gehören neben IndiKar und Herpa unter anderem auch ein Designer, der einst bei VW gearbeitet hatte, sowie der Glashersteller Polartherm.

Auch Solardach geplant

Zwischen 1957 und 1991 wurden in Zwickau rund drei Millionen "Trabis" gebaut. Der Trabant war für viele DDR-Bürger ein treuer Begleiter. Allerdings war der Zweitakter nicht umweltfreundlich: Sein Benzinölgemisch hinterließ eine stinkende Abgasfahne. Dieses Manko soll bei seinem Nachfolger behoben werden. Außer dem Elektroantrieb ist auch ein Solardach geplant.

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(dpa)