Gutes Geschäftsjahr für die mobilkom

bilanz 2005
20.03.2006

Die mobilkom austria trägt derzeit 55 Prozent zum Gesamtumsatz der Telekom Austria bei und peilt die "Marktführerschaft zwischen Bodensee und Schwarzem Meer" an.

Die mobilkom-austria-Gruppe, Mobilfunktochter der börsennotierten Telekom Austria, konnte 2005 auf all ihren Märkten Umsätze und Ergebnisse verbessern und ist insgesamt für 55 Prozent des Gesamtumsatzes der Telekom Austria verantwortlich.

Man sei optimistisch, dass 2006 auch so gute Ergebnisse bringen werde, so mobilkom-austria-Vorstandsvorsitzender Boris Nemsic.

Expansion

Getrieben war das Wachstum im Vorjahr neben dem Erwerb der bulgarischen Mobiltel vor allem durch höhere Kundenzahlen und steigende Datenumsätze.

Insgesamt werden in Österreich, Bulgarien, Kroatien, Slowenien und Liechtenstein mit 6.000 Mitarbeitern derzeit über neun Millionen Kunden betreut.

Einstieg in Serbien und Bosnien-Herzegowina

Heuer seien weiteres organisches Wachstum und der Einstieg in Serbien und Bosnien-Herzegowina geplant, so Nemsic. "Wir sind gut drauf vorbereitet, der größte Betreiber zwischen Bodensee und dem Schwarzen Meer zu werden."

ARPU bei 36,5 Euro

In Österreich hat sich der Marktanteil der mobilkom 2005 auf Grund des scharfen Wettbewerbs von 41 auf 39,1 Prozent verringert.

Der durchschnittliche Umsatz pro Mobilfunkkunde [ARPU] ging von 37,1 auf 36,5 Euro zurück, wobei der Datenanteil [inklusive SMS] um 38 Prozent auf 17,4 Prozent stieg.

Der Umsatz der mobilkom austria stieg um 2,4 Prozent auf 1,7 Mrd. Euro, das EBITDA um 3,3 Prozent auf 612,8 Mio. Euro, das EBIT um 5,2 Prozent auf 358,8 Mio. Euro.

313 Mio. Euro hat die mobilkom-Gruppe im Vorjahr in den Aufbau der Netze und neue Technologien investiert, 180 Mio. Euro davon in Österreich. "Heuer wird's sicher nicht weniger sein", sagte Nemsic.

650.000 UMTS-Kunden

Im Bereich UMTS hat die mobilkom bisher 600.000 UMTS-Handys und 50.000 Laptop-Datenkarten verkauft. Zehn Prozent der UMTS-Kunden nutzten Fernsehen am Handy, berichtete Marketing-Vorstand Hannes Ametsreiter.

Im Geschäft mit Musik-Downloads hofft der Marktführer auf Flexibilität der Musikindustrie in punkto Preis.

Tele.ring-T-Mobile-Deal ist A1 "egal"

Die geplante Übernahme von tele.ring durch T-Mobile sei der mobilkom "egal", betonte Nemsic, der davon ausgeht, dass die EU-Wettbewerbsbehörde, die den 1,3-Mrd.-Euro-Deal seit Monaten prüft, grünes Licht gibt: "Es wird passieren, es spricht nichts dagegen."

(futurezone | APA)