21.11.2005

FÜNF JAHRE

Telekom Austria jubiliert an der Börse

Seit heute notiert die Telekom Austria-Aktie genau fünf Jahre an der Wiener und New Yorker Börse.

Im damals größten Börsegang in der österreichischen Geschichte, am 21. November 2000, wurde das Papier mit Sonderrabatten vor allem österreichischen Privatanlegern schmackhaft gemacht und als "Volksaktie" verkauft. Die Aktie stand zu Beginn stark unter Druck, hat sich aber im Fünf-Jahres-Verlauf gut entwickelt und am vergangenen Freitag ein Allzeithoch erreicht.

Am ersten Handelstag, den 21. November 2000 mussten dafür deutliche Kurseinbußen eingesteckt werden. Der Kurs rutschte unter den Ausgabepreis von neun Euro, verlor um 11,11 Prozent und erreichte mit acht Euro sein Tagestief, Schlusskurs war 8,35 Euro.

Ab dem Tiefpunkt ging's bergauf

Mit der neuen IT-Branche stürzten auch alle Telekom-Werte tief in den Keller, die TA-Aktie schloss am 24. Jänner 2001 mit 5,38 Euro.

Nach monatelanger Durststrecke entwickelte sich die TA-Aktie in der Folge allerdings recht gut. Zum Vergleich dazu andere ATX-Schwergewichte: Die OMV gewann im selben Zeitraum um 425,5 Prozent dazu, die Erste Bank um 280,67 Prozent.

Die Rufe der Unken

"Trotz der Unkenrufe zu Beginn des Börsegangs ist die Telekom Austria-Aktie sicher eine Erfolgsstory geworden", sagte RCB-Analystin Claudia Vince-Bsteh. Die TA sei in einem schwierigen Marktumfeld an die Börse gegangen, das Unternehmen sei auf dem Heimmarkt wie auch in Südosteuropa stark gewachsene und gut positioniert.

Ganz offensichtlich honorieren die Börsianer den durchaus mutigen TA-Vorstoß nach Südosteuropa, der einen ersten Höhepunkt in der Akquisition der bulgarischen Mobiltel fand.