© Hyundai Mobile, Handyuhr

Hyundai-Handys aus Österreich

einstieg
18.11.2008

Der südkoreanische Auto- und Schiffsbauer Hyundai steigt in den Handymarkt ein und macht Wien zur Zentrale für 23 Länder in West-und Südosteuropa. Im Portfolio befindet sich unter anderem eine Handyuhr.

Alles, was nicht zum Kerngeschäft gehört, wird von Hyundai ausgelagert. Dafür setzt man auf den österreichischen Partner Leitz Austria, der mit September 2008 die 100-prozentige Tochter Hyundai Mobile Europe gegründet hat.

Die Leitz Austria Vertriebs GmbH, seit 1955 als Fotogroßhandel (Leica) tätig, übernimmt dabei Produktion und Vertrieb als Lizenznehmer. Geschäftsführer Norbert Winkler betonte am Dienstag in Wien, dass man bereits 2009 mit einem profitablen Geschäft rechne. "Wir wollen in Europa bis 2012 einen Marktanteil von drei bis fünf Prozent erreichen", lautet das Ziel.

Hyundai Mobile Europe operiert mit 20 Mitarbeitern von Wien aus. Erste Niederlassungen wurden bereits in Deutschland, Ungarn und Bulgarien gegründet.

Hyundai Mobile Europe

Bereits zum Weihnachtsgeschäft sind die ersten Hyundai-Mobile-Modelle verfügbar. Diese sollen in Österreich wie auch in Resteuropa nicht nur als vertragsfreie Geräte, sondern auch über Vertriebsdeals mit Netzbetreibern an den Konsumenten gebracht werden. In Österreich laufen dafür bereits Gespräche mit allen Anbietern, mit Marktführer mobilkom austria sind sie laut Winkler bereits weit fortgeschritten. Ansonsten setze man auf 120 Distributionspartner weltweit.

Entwicklung in Österreich

Beim Portfolio setzt das Unternehmen auf "Innovationen, Nischenprodukte und Geräte für eine breite, preisbewusste Zielgruppe", wie Mitgeschäftsführer Christian Kirchner am Dienstag erklärte. Zudem wolle man verstärkt auf die Wünsche der End-User eingehen, was durch flexible Produktionskapazitäten auch möglich werde.

"Alle Entscheidungen werden bei uns in Wien getroffen, nicht von Korea diktiert", betonte Kirchner. Die Zusammenarbeit mit den Koreanern sei aber sehr gut, weshalb man im Jänner 2009 auch gemeinsam auf der Unterhaltungselektronikmesse CES in Las Vegas ausstellen werde.

Acht Modelle zum Start

Zum Start seien nun acht Modelle verfügbar, vom einfachen Einsteigerhandy für 29 Euro über ein sehr iPod-ähnliches Musikhandy mit Touchscreen für 130 Euro, ein Dual-SIM-Gerät für Nutzer mit Privat- und Firmenanschluss und ein Klapphandy bis hin zur Handyuhr für rund 200 Euro. Zusätzlich werden HSDPA/HSUPA-Sticks mit vier GB Speicher angeboten.

Die Fertigung der Geräte erfolgt in Korea und Taiwan, die Chipsets kommen von MTK und Infineon, beim Betriebssystem setzt der Hersteller auf eine eigene, proprietäre Plattform. Vorerst sind noch keine UMTS-Geräte im Angebot, weil 3G laut Kirchner noch keine Vorteile in der Sprache biete und 50 Prozent der Nutzer nur telefonieren wollen.

Ab dem zweiten Quartal 2009 seien aber auch HSDPA-Geräte geplant, dabei setze man auf Smartphones mit Windows Mobile. Für die Zukunft sei auch durchaus vorstellbar, auf große Plattformen wie Android und Symbian zu setzen. Ziel sei es, künftig etwa 15 Modelle pro Halbjahr auf den Markt zu bringen.

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(futurezone/Nayla Haddad)