Handy aus Urlaub nicht wegzudenken

20.07.2006

84 Prozent der Österreicher wollen laut einer aktuellen Umfrage im Urlaub nicht auf ihr Mobiltelefon verzichten. Die meisten Urlauber nutzen das Handy hauptsächlich für SMS, als Wecker und Fotoapparat. Lautes Handyklingeln am Strand stört die wenigsten.

Das Handy nimmt in der heutigen Gesellschaft eine immer wichtigere Rolle ein. Das ergab eine aktuelle österreichweite Umfrage von Marketagent.

Nur Verpflegung und Geldbörse wichtiger

84 Prozent der Befragten gehen davon aus, ihr Mobiltelefon "sicher oder vielleicht" in die Ferien mitzunehmen. Wichtiger sind den Österreichern lediglich Getränke und Snacks [64 Prozent] sowie die Geldbörse [68 Prozent].

Besonders beliebt: SMS, Wecker und Fotos

Knapp drei Viertel der Befragten [73,4 Prozent] wollen SMS schreiben, 62,1 Prozent nutzen die Weckfunktion, und 48,9 Prozent machen Fotos mit dem Handy.

Auch Handy-Games werden immer wichtiger: Rund ein Viertel der heimischen Urlauber spielt in den Ferien auf dem Mobiltelefon. In der Gruppe der über 50-Jährigen nutzen bereits 50 Prozent die SMS-und 32 Prozent die Fotofunktion.

Telefonieren im Ausland soll nach Ansicht der EU billiger werden. EU-Präsident Jose Manuel Durao Barroso versprach Handynutzern Mitte Juli eine Kostensenkung der Roaming-Tarife um 70 Prozent. Die neuen Richtlinien treten aber erst 2008 in Kraft.

Handytoleranz am Badestrand

Der Umfrage zufolge darf das Handy auch direkt am Strand nicht fehlen. Nur sieben Prozent der Österreicher stört es, wenn der Nachbar das Handy einschaltet. Mehr als die Hälfte der Befragten [50,6 Prozent] stört es hingegen überhaupt nicht.

Style-Faktor immer wichtiger

Bei heimischen Handy-Usern steht nicht nur der praktische Nutzen der Apparate im Vordergrund, Trends und Aussehen des Mobiltelefons werden dabei immer wichtiger. 41,6 Prozent der Befragten gaben an, dass der Style-Faktor entweder wichtig oder sogar sehr wichtig ist.

So viel zahlen die Österreicher

Auf die Frage, wie viel die Österreicher für Telefonie zahlen, gab mehr als ein Drittel der Befragten an, zwischen 30 und 60 Euro pro Monat für Grundgebühr, Gespräche, SMS und MMS auszugeben. Bei 47 Prozent sind es zwischen 31 und 100 Euro pro Monat, 18,4 Prozent geben weniger als 15 Euro pro Monat aus.

EBay-Aktivitäten via Handy

Die Umfrage wurde im Auftrag von eBay Österreich und dem Mobilfunkbetreiber Hutchison ["3"] durchgeführt. Die beiden Unternehmen wollen durch eine Kooperation der Tatsache Rechnung tragen, dass zunehmend viele Österreicher ihre eBay-Aktivitäten auch über das Handy abwickeln wollen.

"3"-Kunden haben schon jetzt die Möglichkeit, via UMTS-Handy eBay-Geschäfte zu tätigen. Nutzer anderer Netze müssen zurzeit noch auf das eBay-WAP-Portal zurückgreifen.

Wer herausfinden will, in welchem Land welche Roaming-Tarife verrechnet werden, muss sich erst durch den Roaming-Tarifdschungel kämpfen. Der Tarifvergleich unter den einzelnen EU-Staaten zeigt große Unterschiede.

(futurezone | apa | pte.at)