12.12.2001

DABEI SEIN

Bildquelle: ms

Xbox-Hacken als Sport

Seit dem 8. November im US-Handel - mit voraussichtlich 1,5 Millionen verkauften Geräten bis Ende des Jahres - zählt die Xbox zu den heißesten Geschenktipps für den Gabentisch.

Doch abseits von spielfreudigen Konsumenten bildet sich allmählich eine Gruppe von Hardware-Freaks, welche die Konsole aus dem Hause Microsoft zu mehr befähigen wollen als ursprünglich gedacht.

"Halo"-Duelle über den Globus verteilt

Eine der Errungenschaften der Xbox-Modifikationsgemeinde: die Xbox mittels Software an einen PC und damit ans Internet anschließen. Das Gerät besitztvon Grund auf Netzwerkfähigkeit, nun sind Duelle mit dem Ego-Shooter "Halo" auch über den Globus verteilt möglich.

Ebenso konnten die eingebauten ATA-100-Kabel für DVD-Laufwerk und Festplatte durch schnellere Modelle ersetzt werden. Ein Schritt, der die eigentliche Herausforderung deutlich macht: auf die Xbox-Peripherie mit dem Computer zugreifen.

"Spiele-Raubkopien weitaus fataler"

"Allerdings", räumt Whitsitt ein, "war es Microsofts Priorität, genau das zu verhindern. Es gibt einen Passwort-Schutz für die Festplatte" - der vor wenigen Tagen gecrackt wurde - "und andere Sicherheitsvorkehrungen. Allerdings kann alles rückgängig gemacht werden, und die Xbox wird keine Ausnahme sein."

Das Marktforschungsinstitut Gartner sieht die Randgruppen-Aktivitäten noch nicht als Bedrohung für Microsoft: "Es wäre weitaus fataler, wenn Raubkopien von Spielen angefertigt, über das Netz ausgetauscht und auf DVDs gebrannt werden", so Gartners P.J. McNealy.

"Die Zahl der DVD-Brenner auf dem Markt ist noch sehr gering, sodass ich bis 2003 oder 2004 keine Bedrohung für den Vertrieb der Xbox oder deren Spiele sehe."