12.12.2001

KARTELLRECHT

Microsoft hält an Windows-Integration fest

Microsoft will nach den Worten seines Deutschland-Chefs Kurt Sibold trotz Vorwürfen der Wettbewerbshüter in den USA und Europa auch weiterhin Software und Betriebssysteme verbinden.

"Im Internet-Zeitalter wollen die Kunden ein System, das durch die Integration einzelner Komponenten alle ihre Bedürfnisse erfüllt", sagte Sibold der Tageszeitung "Die Welt". Diesen Anspruch wolle das Unternehmen trotz der kartellrechtlichen Untersuchungen realisieren. Ein Monopolvorwurf lasse sich aus dem Anspruch nicht ableiten.

Auch im Sinne der technischen Weiterentwicklung sei es nicht richtig, Innovationen aus Furcht vor Kartellvorwürfen zu bremsen oder anzuhalten: "Wenn der Kunde Integration möchte, dann soll er sie haben", sagte Sibold.