Ein-Gigabit-Glasfaserring für Wien
Ein bis dahin dunkler, 82,5 Kilometer langer Glasfaserring rund um Wien wird seit vergangener Woche im Testbetrieb mit bis zu einem Gigabit/s bespielt.
Offiziell eröffnet werde der kommerzielle Betrieb am "fettesten Rohr der Stadt mit Gigabit-Ethernet" am 1. Jänner 2002, sagt Geschäftsführer Oskar Obereder vom Wiener Provider und nunmehrigen Betreiber eines Glasfasernetzes, Silverserver.
Auf Ethernet basierender Access werde zur wichtigsten Technologie in Breitband-Netzen aufsteigen, meint Obereder, und deshalb habe man anderes als Mitbewerber auch auf diese Technologie in Kombination mit "Layer3 Ethernet Switches" gesetzt.
Mehr über Gigabit-Ethernet"Ethernet Everywhere"
Die Knoten sind stern/ringförmig vermascht und terminieren in den zentralen Kollokationen VIVI 1 und 2, die wiederum mit Glas direkt an den VIX [Vienna Internet Exchange] angebunden sind.
Mit dieser "Ethernet Everywhere"-Strategie, kann die überwiegende Zahl von Wählämtern der Telekom im Großraum Wien angeschlossen werden.
Das ist vor allem deshalb interessant, weil Silverserver, UTA, European Telecom, Inode und CyberTron seit Beginn der Liberalisierung [nicht nur] in Wien mehr oder weniger schnell Wählämter der Telekom entbündeln.
ADSL [fast] ohne TelekomSDSL- Match auf dem "ersten Kilometer"
Während die UTA in erster Linie Komplettpakete mit Telefonie anbietet, liefern einander European Telecom, Inode und Silverserver ein Match mit SDSL-Standleitungen [Symmetric Digital Subscriber Line] auf dem "ersten Kilometer" zum Kunden.
Die Angebote erreichen momentan bis zu zwei Megabit in beide Richtungen und sind in erster Linie für Firmenkunden gedacht.
