MMS-Lösung für Mobilfunkbetreiber
Ericsson plant mit Jahreswechsel seine ersten vollständigen Lösungen für Multimedia Messaging Service [MMS] an die Mobilfunkbetreiber auszuliefern. Der Konzern hat zurzeit europaweit 30 Testsysteme seines Multimedia Messaging Center [MMC] an Mobilfunkanbieter ausgeliefert.
"Wir erwarten, dass die meisten Operators im ersten Halbjahr ihren MMS-Betrieb aufnehmen werden", erklärte heute Roland Schlosser von Ericsson Austria.
Bis 2003 soll demnach die kritische Masse an Endanwendern erreicht werden. Der technische Aufwand ist nach Darstellung Schlossers "minimal".
MMS wird vom 3GPP-Forum, einer Vereinigung der Mobilfunkhersteller, standardisiert. Es ist eine Weiterentwicklung von SMS sowie EMS und ermöglicht das Versenden von Bildern, Grafiken und Audio-Nachrichten. Der Schwerpunkt liegt dabei auf einfacher Bedienbarkeit und Kompatibilität mit anderen Diensten wie E-Mail. Der Standard kann in GSM-, GPRS- und UMTS-Netzen eingesetzt werden. Über die MMC werden die Nachrichten verwaltet und erfolgt die Einbindung von Webdiensten, Applikationsservern, Unified-Messaging-Systemen und E-Mail.
Initiative für Multimedia-SMS"Ohne großen Aufwand"
Für die Zusammenstellung der MMS-Nachrichten steht mit SMIL [Synchronized Multimedia Integration Language] eine eigene Programmiersprache auf XML-Basis zur Verfügung.
So lassen sich bereits bestehende Angebote laut Ericsson "ohne großen Aufwand" für MMS adaptieren. Der Umfang der MMS-Nachrichten ist vorerst mit 100 KB begrenzt.
Zusätzlich werden die Nachrichten über die Luftschnittstelle den Möglichkeiten der Endgeräte angepasst. So erhalten WAP-Geräte, die nicht MMS-fähig sind, nur eine URL zu einer Webseite, wo die Benutzer ihre Nachricht abrufen können.
Ericsson will sein Handy T68 ab Jahreswechsel mit einem Software-Update in eine MMS-Gerät verwandeln.
