Kabelnetz-Preise werden nicht gesenkt
Die Deutsche Telekom will mit neuen Interessenten verhandeln, wenn der Kabelnetz-Käufer Liberty aus den USA beim deutschen Bundeskartellamt scheitern sollte - sie will das Netz aber auf keinen Fall billiger abgeben.
Das machte Konzernchef Ron Sommer am Dienstagabend in Berlin klar. Sollte weniger Geld geboten werden, werde die Telekom ihr Kabel behalten. Es gebe keinen Verkaufszwang.
Letzten Kabelnetzregionen aufgekauft
Liberty hatte Anfang September für 5,5 Milliarden Euro die
letzten noch unverkauften sechs Kabelnetzregionen von der Telekom
übernommen, allerdings muss das Kartellamt dem Deal noch zustimmen.
Konkurrenz für Liberty MediaTV-Sender gegen Digital-Decoder
Das Vorhaben stößt bei zahlreichen Fernsehsendern auf Widerstand.
Grund sind Pläne des US-Unternehmens, einen eigenen Digital-Decoder für den Programmempfang durchzusetzen.
Die TV-Sender fürchten in diesem Fall, aus dem Kabel verdrängt zu werden. Es wird allgemein davon ausgegangen, dass das Kartellamt den Kauf untersagt. Eine Entscheidung soll Mitte des Monats fallen.
