Durchbruch für E-Books nicht in Sicht
E-Books verlieren bei den Verlagen weiter an Rückhalt in der Industrie.
Der weltweit größte Medienkonzern AOL Time Warner teilte jetzt mit, dass die entsprechende Abteilung iPublish.com zum Jahresende geschlossen wird. Sie hat mehr als 400 Titel im Angebot.
Das Ende von iPublish.com kommt nur einen Monat nach der Entscheidung von Random House, das eigene E-Book-Unternehmen AtRandom.com zu schließen.
iPublish.comFMD [First Move Disadvantage]
"Der richtige Zeitpunkt ist im Geschäftsleben alles", erklärte Firmenchef Laurence Kirshbaum.
"Und dabei ist es genauso schädlich, zu früh zu sein, wie zu spät zu kommen. Der Markt für die E-Books hat sich einfach nicht so entwickelt, wie wird das erwartet haben."
Auch bei Random House hieß es, die Öffentlichkeit sei noch nicht bereit für Bücher auf dem Bildschirm.
AtRandom.comKein Durchbruch
In den USA waren die E-Books Ende 1998 auf den Markt gekommen, als nur rund 80 Titel in elektronischer Form zur Verfügung standen. Im deutschsprachigen Raum kamen die elektronischen Bücher dann im Frühjahr 2000.
Seitdem wurd von der Branche immer wieder der Druchbruch für das Format propagiert, der sich allerdings bisher nicht einstellen will.
Größeres Interesse konnten die E-Books in letzter Zeit nur durch den Hack des Kopierschutzes von Adobes eBook Reader auf sich ziehen.
Prozess um russischen eBook-Hacker
