Internet drängt US-Fernsehen zurück
In den Anfängen des WWW-Wachstums war es nur eine Hypothese, die zwar logisch aber nicht bestätigt war. 1999 brachte eine Umfrage unter AOL-Kunden erstmals Zahlenmaterial, mittlerweile ist es ein nicht mehr zu übersehender Trend - steigende Internet Benutzung geht vor allem zu Lasten des TV-Konsums.
Der Internet Report 2001 des Center für Communication Policy an der Universität Kalifornien weist für die befragten Internet-User im Jahr 2001 pro Woche 270 Minuten weniger Fernsehkonsum als bei Nicht-Benutzern des Internet auf.
Die Liste jener Aktivitäten, die seit Einführung des Internet im Haushalt signifikant zurückgegangen sind, führt Fernsehen [33,2 Prozent] deutlich vor Lesen von Print-Produkten [19,4 %] Schlafen [15,8 %] oder Radiohören [15,6%] an.
Durchdringung bei 72,3 in den USA
Die repräsentative Umfrage wurde in 2.006 Haushalten quer über
alle Bundestaaten verteilten durchgeführt. Gegenüber 2000 ist die
Internet-Durchdringung in US-Haushalten von 66,9 auf 72,3 Prozent
gestiegen.
UCLA Internet Report im VolltextPower User
Parallel zur steigenden Erfahrung im Internet sinkt der TV-Konsum noch signifikant weiter. 29,9 Prozent der Anfänger [weniger als ein Jahr online] gaben an, weniger TV zu konsumieren, in der Expertenklasse [fünf Jahre plus online] sind es schon 34,7 Prozent.
Während Nicht-Benutzer zehn Stunden pro Woche im Familienkreis Fernsehen, ungefähr gleich lang wie Anfänger [9,4], so ist dieser Wert bei Power Usern bereits deutlich niedriger [6,7 Stunden].
48,2 Prozent der Erwachsenen in dieser Gruppe waren der Ansicht, dass ihre Kinder zu viel Zeit vor dem Fernseher verbringen würden, gegenüber den Anfängern [38 %] und Nicht-Benutzern [34,7%]
Für die Autoren überraschend klagten weitaus mehr erfahrene User [19,8 gegenüber 7,5 Prozent der Anfänger], dass ihre Kinder zu lange online seien.
Internet läuft Printmedien den Rang ab
