30.11.2001

UCLA REPORT

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Internet drängt US-Fernsehen zurück

In den Anfängen des WWW-Wachstums war es nur eine Hypothese, die zwar logisch aber nicht bestätigt war. 1999 brachte eine Umfrage unter AOL-Kunden erstmals Zahlenmaterial, mittlerweile ist es ein nicht mehr zu übersehender Trend - steigende Internet Benutzung geht vor allem zu Lasten des TV-Konsums.

Der Internet Report 2001 des Center für Communication Policy an der Universität Kalifornien weist für die befragten Internet-User im Jahr 2001 pro Woche 270 Minuten weniger Fernsehkonsum als bei Nicht-Benutzern des Internet auf.

Die Liste jener Aktivitäten, die seit Einführung des Internet im Haushalt signifikant zurückgegangen sind, führt Fernsehen [33,2 Prozent] deutlich vor Lesen von Print-Produkten [19,4 %] Schlafen [15,8 %] oder Radiohören [15,6%] an.

Power User

Parallel zur steigenden Erfahrung im Internet sinkt der TV-Konsum noch signifikant weiter. 29,9 Prozent der Anfänger [weniger als ein Jahr online] gaben an, weniger TV zu konsumieren, in der Expertenklasse [fünf Jahre plus online] sind es schon 34,7 Prozent.

Während Nicht-Benutzer zehn Stunden pro Woche im Familienkreis Fernsehen, ungefähr gleich lang wie Anfänger [9,4], so ist dieser Wert bei Power Usern bereits deutlich niedriger [6,7 Stunden].

48,2 Prozent der Erwachsenen in dieser Gruppe waren der Ansicht, dass ihre Kinder zu viel Zeit vor dem Fernseher verbringen würden, gegenüber den Anfängern [38 %] und Nicht-Benutzern [34,7%]