Intel nimmt Handy-Markt in Angriff
Der weltgrößte Chiphersteller Intel will in den kommenden Jahren ein Drittel seiner Umsätze mit Handy-Prozessoren erzielen.
Intels neue Chip-Architektur für drahtlose Endgeräte gewinne zunehmend an Akzeptanz, auch wenn die Prozessoren anders als im Computerbereich bei Mobiltelefonen nicht so bald dominieren würden, sagte der General Manager für Mobilkommunikation, Hans Geyer, in Tokio.
1,46 Millionen Euro für Forschung
Intel will eigenen Angaben zufolge in diesem Jahr fast ein
Drittel seines 3,9-Millionen-Dollar-Etats [4,4 Mio. Euro], also rund
1,46 Mio. Euro, für Forschung und Entwicklung in den
Kommunikationsbereich investieren.
Intel will Chips für Drittfirmen entwickelnNachfrage nach offenen Standards
Im dritten Quartal hatten die Erlöse mit drahtlosen Kommunikationsprodukten aber erst ein Sechstel zum Gesamtumsatz von 1,09 Milliarden Dollar beigetragen.
Intel setzt auf die zunehmende Standardisierung in der Mobiltelefon-Industrie und die Nachfrage nach offenen Standards in der Handy-Struktur.
Nach den Worten von Geyer nutzt Japans größter Handy-Produzent NEC diese Intel-Prozessoren bereits für die Mobiltelefone der dritten Generation [3G] für NTT DoCoMo, Japans größten Mobilfunkbetreiber.
Aktie gibt nach
Die Intel-Aktien gaben am Mittwoch an der New Yorker Börse zum
Handelsauftakt auf einem schwächeren Gesamtmarkt fast zwei Prozent
auf 31,7 Dollar nach.
Intel investiert antizyklisch
