Microsoft und Interpol jagen "Phisher"
Microsoft will zusammen mit den Strafverfolgungsstellen Online-Betrügern das Handwerk legen und vor Gericht bringen.
Microsoft und die internationale Polizeiorganisation Interpol haben weltweit eine breit angelegte Initiative gegen Trickbetrüger im Internet gestartet, die über das Web Zugangsdaten für Online-Bankkonten stehlen oder andere sensible Daten von Netzanwendern ausspähen [Phishing].
Mit Unterstützung der Strafverfolgungsbehörden will Microsoft weltweit gegen den Phishing-Betrug vorgehen und bis Ende Juni in über 100 Fällen gegen mutmaßliche Cyber-Kriminelle in Europa vorgehen.
Sicherheitslecks stopfen
Gleichzeitig will Microsoft aber auch verstärkt Sicherheitslöcher in der eigenen Software, etwa dem Internet Explorer, stopfen und den Netzanwender Werkzeuge an die Hand geben, die vor verdächtigen Websites warnen.
Genauere Domain-Kontrolle
Neben der zivil- und strafrechtlichen Verfolgung von mutmaßlichen Phishern setzen Microsoft und die Internetprovider vor allem auf eine stärkere Kontrolle der Registrierung neuer Domains.
Damit sollen betrügerische Websites, die einen zum Verwechseln ähnlichen Namen wie das Online-Angebot eines legalen Unternehmens haben, rechtzeitig entdeckt werden - noch bevor die betrügerische Site für eine Phishing-Aktion gebraucht werden kann.
Microsoft wird Interpol zudem bei der Ausbildung der Fahnder und der Spurensicherung bei Phishing-Attacken unterstützen.
(futurezone | dpa | APA)
