Roboterrennen in der Wüste Nevadas

autonom
08.10.2005

Bei der zweiten "Grand Challenge" konnte ein selbstständig fahrender VW-Geländewagen die 212 Kilometer lange Strecke am schnellsten bewältigen. Veranstalter des Bewerbs ist das US-Verteidigungsministerium, das sich dadurch neue Impulse und Technologiefortschritte erhofft.

Bereits zum zweiten Mal veranstaltete die Forschungsabteilung des US-Verteidigungsministerium DARPA [Defense Advanced Research Projects Agency] vergangenen Herbst ein Rennen für autonome Roboterfahrzeuge, die "Grand Challenge".

Insgesamt 195 Teams bewarben sich für die Teilnahme, 22 Teams kämpften schließlich im Finale mit ihren selbstgebauten und -entwickelten Fahrzeugen um ein Preisgeld in Höhe von zwei Millionen US-Dollar.

212 Kilometer durch die Wüste Nevadas

Die unbemannten Fahrzeuge mussten dabei völlig selbstständig eine rund 212 Kilometer lange Strecke durch unwegsames Gelände in weniger als zehn Stunden zurücklegen.

Die DARPA erhofft sich durch den Wettbewerb neue Impulse von den einfallsreichen Erbauern, die üblicherweise keine Kontakte mit dem Verteidigungsministerium pflegen.

Diese Technologiefortschritte sollen bis 2015 US-Militärfahrzeuge ohne Fahrer ermöglichen.

Die Finalisten mussten in einer acht Tage dauernden Qualifikation eine Strecke von 2,2 Meilen mindestens ein Mal selbstständig, also ohne Eingreifen der Konstrukteure, abfahren.

VW-Touareg gewinnt Robot-Rallye

Insgesamt fünf Teams konnten das Rennen beenden: Das Team Red mit zwei Hummers, "Stanley", ein Volkswagen Touareg R 5 Diesel, das Gray Team und Team TerraMax.

Der mit sieben Pentium-M-Rechnern auffrisierte Volkswagen-Geländewagen schaffte als schnellster die 132 Meilen der "Grand Challenge".

"Stanley" legte die Strecke von in sechs Stunden, 53 Minuten und 58 Sekunden zurück, die Hummers brauchten neun ["Sandstorm"] bzw. 21 Minuten ["H1ghlander"] länger.

"KAT-5" des Gray Teams brauchte für die Strecke 7,5 Stunden, Team TerraMax 12 Stunden und 51 Minuten.

Im Vorjahr hatte kein einziges Vehikel das Ziel auch nur annähernd erreicht. Bei der ersten Grand Challenge schaffte keiner der 13 Teilnehmer mehr als zwölf Kilometer der rund 229 Kilometer langen Strecke.