Intel McKinley mit einem GHz
Intel zeigt auf dem Microprocessor Forum 2001 die Roadmap seiner IA-64-Prozessoren. Der Itanium-Nachfolger McKinley taktet mit einem GHz und verfügt über einen On-Die-L3-Cache.
Der mit erheblichen Schwierigkeiten und bisher mit geringer Akzeptanz gestartete 64-Bit-Prozessor Itanium bekommt noch im zweiten Quartal 2002 einen Nachfolger:
McKinley gilt als Intels erster "ernst zu nehmender" IA-64-Prozessor. Die neue Server-CPU kommt mit einer Taktfrequenz von einem GHz sowie einem drei MB großen L3-Cache.
Dieser ist im Gegensatz zum L3-Cache des Itanium direkt ins Die integriert. Dadurch hat sich die Latenzzeit des L3-Cache von 20 auf zwölf Taktzyklen reduziert. Die Cache-Bandbreite erhöht sich von 11,7 GB/s beim Itanium auf 32 GB/s beim McKinley. Änderungen gibt es auch bei den ersten beiden Cache-Stufen. Der L1-Cache verfügt zwar nach wie vor über je 16 KB für Befehle und Daten, die Latenzzeit hat sich aber von zwei auf einen Taktzyklus reduziert. Der L2-Cache wurde dagegen von 96 KB beim Itanium auf nunmehr 256 KB aufgestockt - mit geringeren Latenzzeiten.
Microprocessor Forum 200170 Prozent höhere Performance
McKinley verfügt über einen 128 Bit breiten FSB mit 400 MHz Taktrate. Damit erreicht Intel eine Bandbreite von 6,4 GB/s und verdreifacht damit den Bus-Durchsatz des Itanium.
Der Core des McKinley basiert auf einer von zehn auf acht Stufen reduzierten Pipeline und besitzt sechs Integer-Einheiten statt deren vier beim Itanium. McKinley kann jetzt zwei Load- und zwei Store-Vorgänge gleichzeitig pro Taktzyklus ausführen.
Basierend auf dem SPECint2000-Benchmark gibt Intel für den McKinley mit einem GHz eine 70 Prozent höhere Performance an als beim Itanium mit 800 MHz. Für den McKinley-Benchmark wurden laut Intel dabei die Itanium-Binaries verwendet. Wie es hieß, soll sich die Performance mit für den McKinley optimierten Bibliotheken noch steigern.
