Preise für DRAM-Chips steigen

Samsung & Co
06.02.2006

Weil sich die meisten Chiphersteller auf die Produktion von Flash-Speichern stürzen, wird das DRAM-Angebot knapp.

Die beiden weltgrößten Speicherchip-Hersteller Samsung Electronics und Hynix Semiconductor haben ihre Preise für Computerchips wegen

der gestiegenen Nachfrage erhöht.

Hynix habe den Preis für DRAM-Chips, die vor allem zur Datenspeicherung in Computern eingesetzt werden, im Februar um fünf bis zehn Prozent angehoben, sagte ein Vertreter des südkoreanischen Konzerns am Montag. Auch Samsung, ebenfalls aus Südkorea, erhöhte die Vertragspreise für DRAM-Chips, gab aber nicht an, um wie viel.

"Der Trend wird wahrscheinlich in der ersten Jahreshälfte anhalten", prognostizierte Samsung-Sprecher Chu Woosik.

Die anziehenden Preise für DRAM-Chips helfen auch dem Münchener Halbleiter-Hersteller Infineon bei den Plänen, seine Speicherchip-Sparte an die Börse zu bringen.

Flash-Chips boomen

Woosik begründete die Entwicklung zum einen mit der stärkeren Nachfrage, zum anderen mit einem sinkenden Angebot. Denn die Hersteller verschieben ihre Produktionskapazitäten für Speicherchips immer mehr von DRAM-Chips zu Flash-Chips, die in Digitalkameras, Handys und MP3-Playern verwendet werden und höhere Gewinne abwerfen.

Seit Mitte Dezember hat sich der Preis für DRAM-Chips von seinen Tiefstständen wieder etwas erholt. "Die Nachfrage nach DRAM-Chips ist stärker, als wir Ende letzten Jahres erwartet haben. Das liegt vor allem an dem knappen Angebot", so ein Analyst.

Bei den standardisierten Speicherchips können sich die Hersteller kaum durch Technologie differenzieren, daher hängt die Rentabilität des Geschäfts vor allem vom Weltmarktpreis ab.

(futurezone | Reuters)