Steve Jobs zieht in Disney-Aufsichtsrat ein
Pixar-Gründer Steve Jobs zieht im Sommer in das Disney-Direktorium ein. Die "Toy Story 3"-Produktion wurde bereits an Pixar übergeben.
Der US-Medienkonzern Walt Disney wird die Produktion der neuen Folge von "Toy Story" zur Gänze an die Pixar Animation Studios übergeben. Das sei Teil der Vereinbarung zur geplanten Übernahme Pixars, erklärten nun mit den Unternehmen vertraute Personen.
Es war zunächst unklar, wie dieser Wechsel den Produktionsplan von Pixar beeinflussen würde. Pixar hat noch keine Veröffentlichungstermine für Filme nach Juni gegeben.
Die Produktion von "Toy Story 3" ist in den Disney-Animations-Studios in Kalifornien bereits angelaufen. Die nach der Fusion produzierten Filme sollen unter dem Namen "Disney Pixar" auf den Markt gebracht werden.
Disney hatte am Dienstag angekündigt, Pixar für 7,4 Mrd. Dollar in Aktien zu übernehmen. Beide Firmen sind seit mehreren Jahren Partner. Insgesamt sechs gemeinsame Filme - darunter "Toy Story", "Findet Nemo" und "Die Unglaublichen" - spielten mehr als 3,2 Mrd. US-Dollar in die Kassen.
Steve Jobs zieht ins Disney-Direktorium
Aus ebenfalls am Donnerstag veröffentlichten Dokumenten geht zudem hervor, dass die geplante Übernahme davon abhängen wird, ob die kreativen Köpfe von Pixar in dem neuen, zusammengeschlossenen Unternehmen arbeiten wollen. Beide Unternehmenschefs hatten dies zuvor als Schlüssel zum Erfolg an den Kinokassen bezeichnet.
Pixar-Mehrheitsaktionär Steve Jobs, der neben Pixar auch dem Computerkonzern Apple vorsteht, soll in das Direktorium von Disney einziehen. Vereinbart wurde, dass Pixar-Präsident Ed Catmull diese Funktion auch bei den Disney-Trickfilmstudios einnehmen soll.
Der vertraglich bis 2011 an Pixar gebundene John Lasseter soll auch kreativer Direktor der Gruppe Walt Disney Imagineering werden, die für Attraktionen in Freizeitparks verantwortlich zeichnet.
Bei Rückzieher Strafzahlung
Das Geschäft soll im Sommer unter Dach und Fach gebracht werden. Wie aus den Dokumenten weiter hervorgeht, müsste Pixar 210 Millionen US-Dollar zahlen, falls das Unternehmen aus der Transaktion aussteigt.
(futurezone | Reuters)
