Fallende Preise drücken Nokia-Gewinn
Wegen sinkender Handypreise konnte Nokia im letzten Quartal nur 1,4 Milliarden Euro Gewinn verbuchen. Umsatz und Absatz konnten allerdings gesteigert werden.
Vor allem wegen fallender Handypreise hat der finnische Weltmarktführer Nokia zum Abschluss des vergangenen Jahres einen Gewinnrückgang erlitten.
Wie der - mit Abstand größte - Handyhersteller am Donnerstag in Helsinki mitteilte, sank der operative Ertrag im vierten Quartal 2005 um sechs Prozent auf knapp 1,4 Milliarden Euro.
Beim Umsatz konnte Nokia hingegen um neun Prozent auf 10,3 Milliarden Euro zulegen.
Im Gesamtjahr 2005 steigerte Nokia den Umsatz um 16 Prozent auf 34,2 Milliarden Euro und den operativen Gewinn um sieben Prozent auf gut 4,6 Milliarden Euro. Der Reingewinn wuchs um 13 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro.
Über letztes Quartal "extrem erfreut"
Konzernchef Jorma Ollila erklärte, er sei sowohl über den gesamten Jahresverlauf wie auch das letzte Quartal "extrem erfreut". Ollila, der im Sommer in den Aufsichtsrat wechselt und an der Konzernspitze vom derzeitigen Mobilfunk-Chef Olli-Pekka Kallasvuo abgelöst wird, verwies auf den auf 33 Prozent gestiegenen Weltmarktanteil seines Unternehmens.
"Zum ersten Mal haben wir in einem Quartal mehr als zehn Milliarden Euro umgesetzt und mit 83,7 Millionen Handys so viele verkauft wie nie zuvor", sagte Ollila weiter.
Nokia erwarte für 2006 einen weltweiten Anstieg beim Absatz der Handybranche um zehn Prozent. Allerdings werde der Durchschnittspreis je Mobiltelefon nicht steigen und möglicherweise weiter leicht fallen. Er war für Nokia im vierten Quartal auf 99 Euro gegenüber 102 Euro im dritten gesunken.
Bei Multimedia-Produkten steigerte Nokia den Umsatz im vierten Quartal um 59 Prozent auf zwei Milliarden Euro. Das entsprach ebenso wie beim operativen Gewinn für diese Sparte mit 1,1 Milliarden Euro einem Drittel der Bilanzzahlen bei Handys.
