Gratisservice für Viren-Probleme
Erst vorige Woche forderte die Internet-Sicherheitsplattform CERT "höhere Qualität von den Softwareherstellern". "Der jetzige Zugang - 'Benutzer sei vorsichtig' -" sei "bei der gegenwärtigen Bedrohung durch Terroranschläge inakzeptabel."
Die Marktforscher der Gartner Group empfahlen, sich wegen der Wurmattacken durch "Code Red" und "Nimda"sofort nach Alternativen zum Microsoft-Web-Server IIS umzusehen.
Nun kündigt Microsoft eine Reihe von Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit seiner Softwaresysteme an.
Kostenloses Service
Das Unternehmen wolle unter anderem ein kostenloses Service für
Probleme mit Computerviren und ein Online-Sicherheitspaket für die
Internet Information Server [IIS] von Microsoft anbieten, teilte
Microsoft am Mittwoch in Redmond mit.
"Software muss besser werden"Sicherheitseinstellungen selbst vornehmen
Die nächste IIS-Version werde bereits mit den "sichersten Einstellungen" ausgeliefert. Die Kunden könnten mit einem Zusatzwerkzeug die Sicherheitseinstellungen auch selbst vornehmen.
Eine Reihe von Computerviren, darunter "Code Red" und "Nimda", waren speziell auf die Schwächen der Microsoft IIS-Systeme ausgerichtet.
"Als Branchenführer hält Microsoft es für seine Verpflichtung, zur Sicherheit des Internets und der Daten unserer Kunden beizutragen", sagte Brian Valentine, Senior Vice President des Geschäftsbereiches Windows bei Microsoft, in der Mitteilung.
"Code Red" und die Cracker
"Code Red" hatte im August weltweit Tausende von Computern
befallen. Der Virus lässt eine "Tür" in infizierten Systemen offen,
durch die Cracker von außen eindringen können.
"Code Red II" penetriert Microsoft"Nimda" nutzt Lücke im IIS-Server
Auch "Nimda" verbreitet sich über eine Lücke in den IIS-Systemen, über Browser, E-Mail oder gemeinsam benutzte Laufwerke.
Auch bei der künftigen Entwicklung von Software werde Microsoft die Sicherheit der Systeme im Auge behalten, teilte der Konzern weiter mit.
