Gebühr für 0800-Nummern gekippt

umstritten
16.01.2006

Im Streit um eine Zusatzgebühr für 0800-Nummern drohen die alternativen Telekom-Betreiber [VAT] der Republik mit einer Amtshaftungsklage.

Auslöser ist der Streit über Kosten für die Telekom-Austria-Konkurrenten bei Anrufen zu den für Endverbraucher kostenlosen 0800-Nummern von Telefonzellen der Telekom Austria aus.

Im August 2005 wurde die "Payphone Access Charge" [PAC] eingeführt, die für alle Gespräche von Telefonzellen zu 0800-Nummern zusätzlich zu den üblichen Entgelten anfiel.

Nur fünf Monate später wurde diese jetzt vom Verwaltungsgerichtshof [VwGH] wieder aufgehoben. Die umstrittene Gebühr wurde im vergangenen Sommer nach Antrag der TA von der Telekom-Regulierungsbehörde RTR genehmigt

Der VAT wirft der RTR nun vor, ein entsprechendes Gerichtsurteil über die Kosten nicht abgewartet zu haben, wodurch die Alternativen zu erheblichen Mehrinvestitionen gezwungen wurden.

Schadenersatzforderungen möglich

"Der VAT hat von Beginn an vehement gegen die Einführung dieser Gebühr gekämpft, da wir in ihr eine Bedrohung eines wichtigen Service für die Konsumenten sahen", so VAT-Präsident Achim Kaspar.

"Unser Anliegen war es, durch Übergangsregelungen so lange zuwarten zu können, bis der Rechtsstreit um die PAC endgültig entschieden ist. Dem wurde jedoch von der Regulierungsbehörde nicht entsprochen. Für die Alternativen Anbieter stellt sich nun die Frage entsprechender Schadenersatzforderungen im Zuge der Amtshaftung für die getätigten Investitionen."

(futurezone | APA)