Microsoft öffnet Online-Identifizierung
Microsoft ändert seine Strategie für das Passport-Service: Konkurrenten und andere interessierte Unternehmen sind ab sofort eingeladen, den Dienst zu einer universellen Single-Sign-on-Lösung für das Internet zu machen.
Die Motivation hinter diesem Schritt ist offensichtlich - Microsoft will damit den Kritikern den Wind aus den Segeln nehmen, die angesichts einer Fülle von Kundendaten in der Hand eines einzigen Unternehmens datenschutzrechtliche und andere Probleme witterten.
165 Millionen Passport-Konten
Diese Sorgen sind ganz sicher berechtigt - schon jetzt gibt es
165 Millionen Passport-Konten, und mit dem Erscheinen von Windows XP
dürften etliche neue dazukommen. Microsoft benutzt die
Passport-Erkennung bei Hotmail und MSN und will in Zukunft auch
E-Commerce über Passport-Identitäten vereinfachen.
Microsoft .NET".Net My Services"
Andere Anbieter, etwa AOL Time Warner, sollen nach dem Willen von Microsoft ihre Benutzerverwaltung mit gleicher Technik aufsetzen.
Die unterschiedlichen Dienste ließen sich dann zu einem gemeinsamen Netz verbinden.
Neuigkeiten gab es übrigens auch in Sachen "Hailstorm", dem von Microsoft geplanten Paket von Consumer-Web-Services, deren Zugang wiederum Passport regelt. Diese Initiative heißt nun ganz offiziell ".Net My Services", um sie als Teil der breiter angelegten .Net-Strategie auszuweisen.
"Ein einziges Internet-Vertrauensnetz"
"Passport ist immer noch unsere Implementierung von
Online-Identifizierung", erklärte Group Vice President Bob Muglia.
"Aber wir wollen mit dem Rest der Industrie gemeinsam ein einziges
Internet-Vertrauensnetz schaffen."
Microsofts .NET für Entwickler
