IT-Industrie unter Schock
Nach den Terroranschlägen in den USA herrscht auch in den führenden US-Technologiekonzernen Verunsicherung und Besorgnis.
Sicherheitsmaßnahmen wurden weltweit verstärkt, Geschäftsreisen in den amerikanischen Raum sowie Flüge mit amerikanischen Fluglinien für die nächsten Tage abgesagt.
Auch Österreich-Töchter internationaler Konzerne - darunter HP und das Grazer Eurostar-Werk von DaimlerChrysler - mussten ihre Sicherheitsmaßnahmen verschärfen, ebenso Österreich-Niederlassungen renommierter US-Finanzinstitute.
IT-Konzerne mit KrisenplänenRückmeldungen bei Sun
Unter Schock steht der Telekom-Ausstatter Lucent. "Wir hatten unser New Yorker Stadtbüro dort", zitierte die "Presse" Österreich-Chef Bernhard Isemann. "Bei uns gibt es viele Tote." Momentan wurden Reisen für Mitarbeiter untersagt und die Sicherheitsvorkehrungen verschärft.
Ähnliche Aufregung herrscht beim Computerhersteller Sun, der ebenfalls im World Trade Center angesiedelt war. "Gott sei Dank haben sich alle bis auf einen gemeldet", sagt Österreich-Chef Donatus Schmid.
IT-Firmen und Broker als TerroropferHeimarbeit
HP hat seine Büros in Manhattan und Washington geräumt und weltweit - auch in Wien - Zugangskontrollen eingeführt, erklärte HP-Österreich-Sprecherin Sonja Kölich.
Auch bei Compaq, mit dem HP Anfang des Monats einen Fusionsvertrag unterzeichnet hatte, war den Mitarbeitern freigestellt worden, am Mittwoch nicht ins Büro zu kommen.
Auch viele Microsoft-Mitarbeiter haben weltweit den Tag nach den Anschlägen daheim verbracht. In einer E-Mail sind die Mitarbeiter dazu aufgefordert worden, am Mittwoch wenn möglich von zu Hause aus zu arbeiten.
