26.07.2001

NEED 4 SPEED

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Rechtslage verhindert Internet aus Steckdose

"Internet aus der Steckdose" ist für viele Anwender ein Wunsch-, für Experten ein Albtraum.

Während die einen an einen einfachen und schnellen Anschluss denken, bereiten den anderen technische Machbarkeit und Störfaktoren Kopfzerbrechen.

Der niederösterreichische Stromversorger EVN hatte sich ursprünglich fest vorgenommen, Internet aus der Steckdose noch diesen Herbst anzubieten. Doch die Markteinführung verzögert sich - schuld soll ein Streit zwischen dem Infrastrukturministerium und der EVN sein.

EVN wünscht sich Situation wie in Deutschland

Eigentlich wollte der niederösterreichische Stromversorger schon im Herbst Internet aus der Steckdose anbieten. Doch jetzt schreckt die EVN vor den notwendigen hohen Investitionen zurück - denn die könne man nur tätigen, wenn es Grenzwerte für Störstrahlungen und damit Rechtssicherheit für die neue Technologie gibt, meint EVN-Technikvorstand Peter Layr.

Layr verweist auf Deutschland, wo entsprechende Grenzwerte bereits per Verordnung bestimmt wurden.

Ministerium spielt Ball zurück

Im Infrastrukturministerium gibt man den Ball zurück: In Deutschland gebe es eine andere Rechtsphilosophie. Hier zu Lande seien neue, spezielle Grenzwerte aber nicht notwendig. Die EVN solle einfach eine Technologie anbieten, die Störungen ausschließe, anstatt die Verantwortung für eventuelle Fehler dem Ministerium zuzuschieben, heißt es aus dem Kabinett von Minsterin Monika Forstinger [FPÖ].

Im Herbst soll es ein Treffen zwischen Forstinger und EVN-Generaldirektor Rudolf Gruber geben.