Ungewisses Schicksal für lion.cc
Libro, die Mutter von lion.cc, hat die Zusage zu einem Fortführungskredit über 500 Millionen ATS erhalten.
Dieser Kredit steht allerdings nur "der Ausgleichsschuldnerin", also der Libro AG, zur Verfügung. Nicht also für die - bis zur Stunde nicht insolvenzverfangene - Internet-Tochter lion.cc.
Der Vorstand hat nun zu entscheiden, wie es mit lion.cc weitergeht. Also auch, ob es dafür demnächst ebenfalls ein Insolvenzszenario geben wird.
"Lion.cc ist eigene Rechtspersönlichkeit"
"Lion ist eine eigene Rechtspersönlichkeit, wurde aber natürlich
von Libro finanziert", hieß es heute. Ein Insolvenzszenario für
lion.cc hatte dessen Vorstandsmitglied Heinz Lederer noch dieser
Tage in einem Zeitungsinterview in Abrede gestellt.
Libro erhält 500-Millionen-Kreditlion.cc-Ausgleich käme billig
Eine Entscheidung über die Zukunft von lion.cc soll bis spätestens nächste Woche fallen. Eine von der Libro AG abgesonderte Lösung für lion.cc - etwa ein Einzelverkauf - werde immer wahrscheinlicher.
Es gebe "genügend Interessenten", die an der Marke und an den Kundenbeziehungen von lion.cc interessiert seien. Der Vorstand verhandle mit Interessenten über einen Kapitaleinschuss oder einen Verkauf. Ein Konkurs scheine hingegen eher unrealistisch, hieß es weiter. Ein Ausgleich von lion.cc könne aber im Fall des Falles mit ein "paar Millionen Schilling" finanziert werden.
lion.cc hat derzeit nach Unternehmensangaben noch 65 Beschäftigte.
