China vor Entscheid über UMTS-Technik
Die chinesische Regierung trifft nach Angaben eines Ministeriumsvertreters und eines Branchenunternehmens Vorbereitungen, um mehrere UMTS-Mobilfunk-Techniken zu testen.
Der stellvertretende Generaldirektor des Informationsministeriums, Zhang Xingsheng, sagte heute in Peking, China bereite sich auf Tests der drei konkurrierenden UMTS-Übertragungstechniken vor.
Entscheidung bis zum Jahresende
Während der Regierungsvertreter keine Angaben zum Zeitplan
machte, sagte der Chef des US-Mobilfunkausrüsters Qualcomm, Irwin
Jacobs, in Peking, seines Wissens sei zum Jahresende eine Prüfung
der drei Standards CDMA2000, W-CDMA und TD-SCDMA geplant.
QualcommChina als Wachstumsmarkt
China hat bisher noch keine Entscheidung getroffen, welche UMTS-Technik zum Einsatz kommen soll.
China gilt in der Mobilfunkbranche als großer Wachstumsmarkt. Heuer wird das bevölkerungsreichste Land der Welt voraussichtlich die USA als weltgrößten Mobilfunkmarkt ablösen.
Für die asiatisch-pazifische Region rechnete der weltweit führende Mobilfunknetzwerk-Ausrüster Ericsson zuletzt damit, dass bis zum Jahr 2005 die Zahl der Mobilfunkkunden auf rund 550 Millionen von 250 Millionen zum Jahresende 2000 steigen wird.
W-CDMA für Europa
In Europa haben sich die den GSM-Standard nutzenden Mobilfunkfirmen für die UMTS-Technik W-CDMA [Wideband-CDMA] entschieden.
TD-SCDMA für China
In China gibt es starke Bestrebungen, mit der Eigenentwicklung TD-SCDMA einen Sonderweg einzuschlagen. TD-SCDMA ist von Siemens und der chinesischen Datang Telecom Technology entwickelt worden.
