Massenentlassung bei CyberTron
Der Wiener Telekombetreiber CyberTron will in den kommenden Monaten fast die Hälfte seines Personalstands abbauen.
Wie das Unternehmen heute in einer Pflichtmitteilung bekannt gab, ist geplant, rund 150 Mitarbeiter abzubauen. CyberTron beschäftigte per Ende des ersten Quartals 2001 382 Mitarbeiter.
Für CyberTron steht im laufenden Geschäftsjahr 2001 nach eigenen Angaben das Ziel der "Profitabilitätssteigerung" und der operative Break-Even an oberster Stelle.
An der Wiener Börse notierte die CyberTron-Aktie heute, Montag, Vormittag mit 4,20 Euro knapp 10 Prozent über dem Schlusskurs vom vergangenen Freitag.
CyberTronVorstand wird verkleinert
Da CyberTron vorwiegend junge Mitarbeiter beschäftige und beim geplanten Personalabbau fast keine Abfertigungen ins Gewicht fallen, rechne CyberTron nicht mit einer "außerordentlich hohen Belastung" durch die Mitarbeiterreduktion, so CyberTron-Vorstandssprecher Christian Forstner.
Weiters soll der bisher fünfköpfige CyberTron-Vorstand auf vier Personen verkleinert werden, berichtete Forstner.
Der bisherige CyberTron-Vorstand Markus Bauer wechselt als einer der Geschäftsführer in die CyberTron-Tochter CyberTron Software, die für das gesamte Billing verantwortlich ist. Die Vorstandsagenden von Bauer werden von Peter Adler übernommen.
Der Großteil der Mitarbeiter werde im eigenen Call Center abgebaut, da dieses in den kommenden Monaten ausgelagert werden soll, bemerkte Forstner. Der Zielmitarbeiterstand für die kommenden Monate liege bei rund 150 bis 160 Mitarbeitern. Zahlreiche Mitarbeiter würden auch im Infrastruktur-Bereich abgebaut, wo bisher rund 70 Mitarbeiter beschäftigt waren, erläuterte Forstner.
Ertragsgesichtspunkte
CyberTron hatte bei der letzten Pressemitteilung zum ersten Quartal angekündigt, alle Teile des Unternehmens nach Ertragsgesichtspunkten zu durchleuchten.
Auf der Umsatzseite umfasse dies "die Fokussierung auf ertragsstarke Produkte und Kunden" sowie auf der Kostenseite "unter anderem eine deutliche Reduktion der Personalkosten".
Im ersten Quartal dieses Jahres hat CyberTron zwar keine schwarzen Zahlen geschrieben, den Ertrag aber bereits deutlich verbessert.
Das Betriebsergebnis konnte vor Abschreibungen [EBITD] von minus 4,1 Millionen Euro auf minus 1,5 Millionen Euro verbessert werden. Im vierten Quartal 2000 hatte das EBITDA noch minus 8,8 Millionen Euro betragen.
