Harte Zeiten für die PC-Branche
Glaubt man den Unkenrufen des weltweit zweitgrößten Computerherstellers Compaq und des US-Konzerns Hewlett-Packard, so stehen der IT-Branche harte Zeiten bevor.
Ist es bei Compaqs CEO Michael Capellas noch "eine Abschwächung des europäischen Marktes", will Hewlett-Packards CEO Carly Fiorina eine "globale Verlangsamung" der IT-Branche bemerkt haben.
PC-Industrie fordert weiterhin Opfer
Viele Computerhersteller werden von rückläufigen Gewinnen hart
getroffen. "Zurzeit erleben wir eine sehr viel stärkere
Konsolidierung, als viele lange Zeit vorhergesagt haben", so Michael
Dell, Firmenchef des weltgrößten PC-Herstellers Dell.
Rückläufige Gewinne plagen ComputerherstellerKosteneinsparungen bei HP
Demnach sei der Mai für Hewlett-Packard "eindeutig schwächer als erwartet" gewesen.
Carly Fiorina kündigte zusätzliche Schritte an, um die Analystenerwartungen eines Gewinns pro Aktie von 23 US-Cents im dritten Quartal, das am 31. Juli endet, zu erfüllen.
Zudem seien weitere Kosteneinsparungen geplant.
Preiskampf auf dem PC-Markt wird härter
Nach einer Studie des US-Marktforschungsinstituts Gartner
Dataquest werden Direktvermarkter wie Dell und Gateway in den USA
ihre Gewinnspannen senken, um billiger anbieten und den Konkurrenten
Compaq, Hewlett-Packard und IBM Marktanteile abnehmen zu können.
PC-Bedarf in den USA nahezu gesättigtDE und UK als Sorgenkinder
Für Compaq sind es besonders der deutsche und der britische Markt, die CEO Michael Capella Sorgen machen.
Deren "derzeitige Anzeichen von Schwäche" würden sich auch auf die Unternehmensbilanzen niederschlagen.
"Die Geschwindigkeit und der Zeitpunkt der Erholung sind schwer vorherzusagen", fügte er hinzu.
Die Aktien
Die Aktien von Hewlett-Packard tendierten an der New Yorker Börse mit vier Prozent im Minus bei 28,85 USD. Die Aktien von Compaq notierten im frühen Handel an der New Yorker Börse gegen den Markttrend mit 1,3 Prozent im Plus bei 16,34 USD.
