T-Mobil-Börsengang rückt in die Ferne
Die Deutsche Telekom hat bekräftigt, sich bei dem geplanten Börsengang ihrer Mobilfunktochter T-Mobil nicht unter Termindruck setzen zu lassen.
"Wir werden das im vierten Quartal prüfen. Nur wenn der Zeitpunkt optimal ist, gehen wir an die Börse", sagte Telekom-Chef Ron Sommer dem "Spiegel".
Ursprünglich hatte die Telekom T-Mobil bereits im Herbst 2000 an die Börse bringen wollen, dies dann aber auf unbestimmte Zeit verschoben und mit der geplanten Übernahme des US-Mobilfunkanbieters VoiceStream begründet.
Sommer sagte in dem Interview weiter, die Telekom wolle künftig zwei Milliarden Dollar pro Jahr für den Netzaufbau in den USA ausgeben.
T-Mobile-Börsengang nicht vor Herbst 2001Kalkulation
Zum Börsengang von T-Mobil sagte Sommer weiter, er lasse sich auch nicht von der Ankündigung von Rating-Agenturen unter Druck setzen, die Kreditwürdigkeit der Telekom zu senken, falls T-Mobil in diesem Jahr nicht mehr an die Börse gebracht werde.
"Eine Herabstufung würde uns rund 90 Millionen Euro pro Jahr kosten. Das zahlt niemand gern, aber ein misslungener Börsengang würde ein Vielfaches kosten. Deshalb kann ich nur sagen: Wir lassen uns nicht drängen."
