16.05.2001

"E3 2001"

Bildquelle: FuZo

Größte Gaming-Messe startet heute

Heute startet die weltweit größten Computerspiele-Messe E3 [Electronic Entertainment Expo] in Los Angeles.

Drei Tage lang zeigen über 450 Entwicklungsstudios, Verlage und Distributoren auf ca. 50.000 m2 Ausstellungsfläche über 2.400 Produkte der interaktiven Unterhaltung.

Unreal II

Heiß erwartet wird unter anderem der zweite Teil des Ego-Shooters Unreal, dessen Grafik-Engine 1998 neue Standards in der 3D-Spielewelt setzte.

Konnten bei Unreal die aufwendigen Licht-, Spiegelungs- und Transparenzeffekte überzeugen, wird der zweite Teil die Polygon-Dichte der Charaktere auf das Zehnfache steigern und mit einem neuen Skelett versehen.

Dieses soll neben dem neuen "Partikel-System" zur Darstellung von Feuer, Wasser und Rauch flüssigere Animationen im Spiel erlauben.

US-Premiere für Nintendos GameCube

Erstmals in den USA wird Nintendos GameCube dem Fachpublikum vorgestellt.

Ob eine 405-MHz-CPU und die Fähigkeit, sechs bis zwölf Millionen Polygone in der Sekunde darzustellen, die 128-Bit-Konsole zum PS2- und Xbox-Killer machen, wird sich zeigen.

Ein großer Teil des Erfolgs hängt von der Unterstützung durch Spieleentwickler ab. Diesen verordnete Nintendo bisher höchste Schweigepflicht, zu Gerüchten über Verträge mit Namco und Capcom will sich Nintendo erst auf der E3 äußern.

Erste spielbare Xbox

Die Konkurrenz schläft nicht: Microsoft wird erstmals eine spielbare Version seiner Videokonsole Xbox zeigen.

Wurde das Publikum bisher mit Hochglanzfotos und Animationen bei der Stange gehalten, werden spielbare Demos die E3 zur "real coming out party for the Xbox" machen, so Xbox-US-PR-Manager David Hufford.

Neue Strategien der Spiele-Industrie

Bei all dem Hype um Spiele und Konsolen dreht es sich in Konferenzen wie "Verstehen Sie Breitband-Konsumenten", "Konsolen machen den Online-Schritt", "Die Zukunft des Zubehörs" und "Game-Design für das nächste Jahrzehnt" rein ums Geschäft.

Hier werden die Strategien der Spiele-Industrie für die kommenden Jahre festgelegt.