Werbespots statt statischer Banner
Yahoo will heute eine neue Site vorstellen, die eine vergrößerte Auswahl an Audio-, Video- und Multimedia-Inhalten anbietet. Die Site ist aber auch ein Versuch, einen neuen Ausweg aus der aktuellen Krise der Online-Werbung zu finden.
Yahoo will mit der Site mehr Besucher und vor allem Anzeigenkunden gewinnen und sie zur "ersten Adresse für Online-Unterhaltung" machen, sagte Yahoo-Vizepräsident Ellen Siminoff.
Nach Firmenangaben soll mit dem neuen Service das eigene Medienangebot zusammengefasst sowie Inhalte neuer Partner angeboten werden.
Das Standard-Werbeformat im Netz, der klassische Banner, wird spätestens seit der Krise der Online-Werbung im letzten Jahr von vielen Werbetreibenden und Kunden als gescheitertes Konzept betrachtet. Daher plant das Internet Advertising Bureau derzeit neue Formate:
Werbebanner werden deutlich größerUngesehene Werbung
Durch die Möglichkeit, künftig auch Fernsehspots an Stelle einfacher Banner-Werbung zu zeigen, hofft Yahoo auf mehr Anzeigenkunden.
"Ich glaube, dass das eine großartige Möglichkeit für neue Werbekunden ist. Es bietet ihnen die Chance, die Art kreativer Werbung zu machen, die die Menschen bisher noch nicht im Web gesehen haben", sagte Siminoff.
Die neuen Multimedia-Partner von Yahoo sind ABCNews.com des Walt-Disney-Konzerns, AdventureTV.com, ClassicMovies.com und Accuweather.
ABCNews.com wird Unterhaltungsprogramme und Nachrichten für die Yahoo-Site liefern, AdventureTV.com biete Informationen aus der Tierwelt und von Ureinwohner-Kulturen, mit ClassicMovies.com sollen Filme in voller Länge dazukommen.
AdventureTV.comMehr Multimedia
Anfang April schloss Yahoo zudem eine Allianz mit der Internet-Musikplattform "Duet" der Medienkonzerne Sony und Vivendi Universal.
Yahoo-User könnten ab dem Sommer, wenn "Duet" startet, online Musik abrufen, wie dieses Service mit dem neuen Multimedia-Angebot verknüpft werden soll, ist allerdings unklar.
Den Nutzern stehe dann eine Vielfalt von Liedern online zur Verfügung, ohne dass die Urheberrechte der Künstler dabei verletzt würden.
Die neuen Allianzen im Online-Musikbiz
