17.04.2001

BILLIG RECHNEN

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Ruinöses Prozessor-Dumping befürchtet

Nachdem Intel gestern wie erwartet die Preise für seine Prozessorpalette inklusive der aktuellen Spitzenmodelle gesenkt hat und weitere Preissenkungen gegen Monatsende erwartet werden, können sich die Konsumenten zwar freuen. Anleger und Analysten sehen in der Entwicklung allerdings den Beginn eines verschärften und ruinösen Preiskampfs zwischen Intel und AMD.

Sollten die Informationen über die weiteren Preissenkungen zum Monatsende, die mit der Einführung des Pentium-4-Modells mit 1,7 GHz erwartet werden, zutreffen, würden die Preise für Intels CPUs innerhalb eines Monats teilweise um mehr als 50 Prozent sinken.

Schrumpfende Margen

AMD hat zwar bisher keine Preissenkungen angekündigt, aber nach den bisher gültigen "Spielregeln" zwischen den Erzrivalen werden diese allseits erwartet.

Intel hat allerdings schon jetzt mit sinkenden Gewinnmargen zu kämpfen. Erst gestern hat das US-Investmenthaus Morgan Stanley seine Gewinnschätzung je Aktie für dieses und das nächste Jahr nach unten revidiert.

Die Revision wurde aber nicht mit der Situation auf dem PC-Prozessormarkt, sondern mit der anhaltend schwachen Nachfrage nach Chips aus dem Kommunikationssektor begründet, sodass weitere Korrekturen nach unten folgen dürften.

Alles billiger

Nach Intels Preissenkungen von gestern werden die Prozessoren zunächst bis zu 32 Prozent günstiger. Die Reduzierungen gelten wie gewöhnlich für den Großhandel und betreffen Margen von 1.000 Stück.

Die Spitzenmodelle des Pentium 4 kosten ab sofort zwischen elf und 19 Prozent weniger, die Pentium-3-Modelle werden um bis zu 16 Prozent günstiger angeboten.

Daneben wurden auch die Preis für einige Celeron-Modelle und die mobilen Varianten des Pentium 3 und des Celeron heruntergesetzt.