Intel unter Kartellverdacht
Die EU-Wettbewerbshüter untersuchen das Marktverhalten des weltweit größten Chipherstellers Intel.
Ein formelles Wettbewerbsverfahren wegen mutmaßlicher Ausnützung einer marktbeherrschenden Stellung sei aber bisher nicht eröffnet worden, sagte die Sprecherin von EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti heute in Brüssel.
Die Wettbewerbshüter prüfen aber bereits Stellungnahmen Intels in dieser Sache.
EU-WettbewerbskommissionWorst Case
In den Untersuchungen geht es um angeblich unerlaubte Marketingpraktiken für Windows-kompatible Prozessoren.
Die Monti-Behörde schickte bereits Fragenbögen an PC-Hersteller und Einzelhändler, um die Praktiken von Intel zu überprüfen. "Die Untersuchung ist in einer sehr frühen Phase", sagte die Sprecherin.
Falls ein Verfahren eröffnet werden sollte und die Kommission entsprechende Beweise vorlegt, drohen in solchen Fällen hohe Bußgelder. Sie können bis zu zehn Prozent eines Unternehmens-Jahresumsatzes ausmachen.
