Dot.com rettet Old-Economy-Betrieb
Vor rund einem Jahr waren Nachrichten dieser Art völlig normal, nach einem Jahr Krise an den Tech-Börsen sind sie rar und außergewöhnlich:
Das deutsche Foto-Einzelhandelsunternehmen Photo Porst wird von PixelNet übernommen und will mit digitaler Fotografie wieder in die Gewinnzone fahren.
Die Wachstumsprognosen in diesem Bereich lägen bei über 100 Prozent auch in den nächsten Jahren, sagte der PixelNet-Vorstandsvorsitzende Matthias Sawatzky.
Im laufenden Geschäftsjahr erwartet Porst nach einem zum Großteil durch Restrukturierungskosten bedingten Fehlbetrag von rund 14,5 Millionen Euro im Jahr 2000 wieder ein "deutlich positives" Ergebnis. Die rund 1.300 Jobs bei dem Schwabacher Unternehmen seien gesichert, hieß es. Die Mitarbeiter unterstützten die Restrukturierung erneut mit einem Verzicht auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld.
PixelNetFoto-Cafes
Den bisher analog fotografierenden Kunden will Photo Porst künftig über sein breites Filialnetz mit fachgerechter Beratung und Dienstleistungen digitale Möglichkeiten erschließen.
Kunden könnten nicht nur ihre aktuellen Fotos oder Dias digitalisieren und auf CD ziehen lassen, sondern auch Familienfotos "aus Schuhkartons" fürs digitale Web-Album aufbereiten lassen, betonte Sawatzky.
Vorstellbar seien PixelNet-Cafes, in denen die Kunden bei einer Tasse Kaffee an einem Scan-Point selbst ihre Fotos bearbeiten könnten.
