28.03.2001

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Bildquelle: FuZo

Content-Lawine überrollt Suchmaschinen

Einerseits hält das Wachstum des Web ungebrochen an. Rund 550 Milliarden Webseiten gibt es inzwischen weltweit. Andererseits wird es immer schwieriger, Inhalte auch zu finden, wenn es sich nicht gerade um Pop-News, Hollywood-Stars oder Pornos handelt.

Selbst die besten Suchmaschinen wie Google oder Altavista kratzen lediglich an der Oberfläche und indizieren gerade 1,4 Milliarden Webseiten - also weniger als ein Prozent.

"Der Großteil des Content ist in den Weiten des World Wide Web verschollen wie in einem Sumpf", meint Michael Bregman, Cheftechniker bei BrightPlanet.

Boom zu dynamisch generierten Webseiten

Während es Services wie Napster einigermaßen gut geschafft haben, Songs auffindbar zu machen, gerät eine Stichwortsuche nach "Napster", "Pokemon" oder "Sex" mit 850.000, 1,6 Millionen bzw. 30 Millionen Treffern zum Fiasko.

Doch auch das Auffinden von wissenschaftlichen, juristischen oder wirtschaftlichen Spezialseiten war nie zuvor schwieriger. Ein entscheidender Grund dafür: Immer weniger Inhalte werden auf statischen Webseiten generiert.

Der Einsatz von datenbankgestützten Online-Publikationstools wie Cold Fusion oder Microsofts ASP-Technologien nimmt zu. "Dynamisch generierte Seite existieren gar nicht, solange sie nicht von einem User angefordert werden", meint Danny Sullivan vom Newsletter "Search Engine Watch".

Gefangen in ewigen Schleifen

Datenbankgestützte Websites sind zwar wesentlich einfacher zu warten, Suchmaschinen stellen sie hingegen vor ein schweres Problem: Die Spürhunde des Web können von den dynamisch generierten Links buchstäblich in Geiselhaft genommen und in ewigen Schleifen gefangen werden.

Das US-Unternehmen BrightPlanet versucht diesem Problem mit einem eigens konstruierten Web-Gateway entgegenzutreten: Mit seiner Hilfe können mit einem Schlag über 200.000 spezielle Suchmaschinen erreicht werden und damit Seiten, die sowohl Google als auch Altavista verborgen bleiben.

Andere Wege geht der Anbieter "Northern Light": Er verlangt für jeden Aufruf eines Treffers einen Obulus, an dem er die Urheber der Texte beteiligt. Der Technikleiter von Google, Craig Silverstein, hingegen glaubt an die Zukunft des "freien" Web: "Es wird immer genug hochwertiger Content im World Wide Web zu finden sein."