Probleme mit Bluetooth-Netz der CeBIT
Das Bluetooth-Netz zur drahtlosen Datenübertragung auf der CeBIT hat am ersten Tag der Technologie-Messe nur eingeschränkt funktioniert.
"Wir haben Probleme mit dem Server", sagte Markus Günther von der lesswire AG, die mit dem Pilotprojekt der neuen Funktechnologie zum Durchbruch verhelfen will.
Das Unternehmen hat in der Messe-Halle 13 das nach Firmenangaben weltgrößte Bluetooth-Netz installiert, über das CeBIT-Informationen auf Handhelds von Besuchern geschickt werden sollten. Das war am Donnerstag jedoch nicht möglich, obwohl Verbindungen zu den mehr als 120 Funkstationen in der Hallendecke aufgebaut werden konnten.
Über Bluetooth sollten CeBIT-Besucher eigentlich beim Rundgang durch die Halle Informationen auf ihre Taschen-Computer übertragen bekommen, die speziell auf ihren jeweiligen Standort zugeschnitten sind.
Solche "Location Based Services", also ortsabhängige Dienste, gehören zu den Trends der diesjährigen CeBIT und wurden bereits für den neuen Mobilfunkstandard GPRS vorgestellt. Neben der von lesswire geplanten Anwendung für Messen sollen durch die neue Funktechnologie aber vor allem Handys mit Druckern oder Handheld-Computer verbunden werden.
Die Integration verschiedener Technologien ist offenbar das größte Problem für die Start-up-Firma lesswire. "Wir haben Probleme mit der Integration", sagte lesswire-Vizepräsident Günther. Die 200 zur Verfügung stehenden Handhelds von Compaq, Hewlett-Packard und Casio mit dem "CeBIT Local Navigator" seien deshalb noch gar nicht in Umlauf gebracht worden.
"Es gibt viele Nachfragen", sagte Ulrich Mai am Local-Navigator-Stand. "Die Besucher sind dann schon sehr enttäuscht."
Das Bluetooth-Konzept steht bei der diesjährigen CeBIT nach Einschätzung von Branchenkennern unter Erfolgsdruck. Schließlich war die Technologie schon im vergangenen Jahr Thema auf der Messe, Geräte zur drahtlosen Kommunikation kamen seitdem aber kaum in den Handel.
