21.03.2001

JAPAN

Bildquelle: FuZo

Verkaufsstart für "Game Boy Advance"

Wie es sich für gut inszenierte Spielkonsolen-Premieren gehört, ist auch der neue "Game Boy Advance" von Nintendo bereits am ersten Verkaufstag in Japan knapp geworden. Zahlreiche Händler in der Hauptstadt Tokio meldeten ausverkaufte Regale, vor vielen Geschäften bildeten sich Schlangen von Kaufwilligen.

Ein Nintendo-Sprecher sprach von einem "sehr guten Verkaufsstart". Bis Ende des Monats wolle das Unternehmen eine Million Geräte absetzen. Der neue Game Boy hat ein farbiges und dazu noch deutlich größeres Display als sein erfolgreicher Vorgänger.

Mit seinem integrierten 32-Bit-Prozessor soll er mehr Schnelligkeit und Spielvergnügen garantieren. Zudem können mehrere Geräte per Mobiltelefon vernetzt werden und die Besitzer damit gegeneinander spielen.

Im Vergleich zu Konkurrenzprodukten günstig

Der Advance soll das mittlerweile elf Jahre alte Original, von dem insgesamt über 100 Millionen Stück verkauft wurden, ablösen. Analysten halten das für ein ehrgeiziges, aber erreichbares Ziel.

Der relativ einfach konstruierte Game Boy Advance habe allerdings dieselbe Zielgruppe wie die Playstation 2 von Sony und die X-Box von Microsoft.

Bei diesen Geräten handelt es sich allerdings um Internet-fähige Videospiel-Konsolen mit DVD-Funktionen, die zudem wesentlich teurer sind.

Die Playstation 2 von Sony kostet umgerechnet rund 5.000 ATS. Branchenexperten halten es für möglich, dass Sony mehr Geräte verkaufen könnte als Nintendo, Game-Boy-Fans allerdings mehr Spiele pro Gerät kauften.

25 neue Nintendo-Spiele

Zusammen mit dem neuen Game Boy kommen auch 25 neue Spiele auf den Markt. Die meisten von ihnen können laut Nintendo von zwei bis vier Teilnehmern auf miteinander verbundenen Geräten gespielt werden. Spiele, die für ältere Modelle entwickelt wurden, sollten auch auf dem neuen Gerät funktionieren.