Massenentlasung und Gewinnwarnung
Compaq reduziert die Gewinnerwartung für das erste Quartal 2001 von 14 auf zwölf Cent je Aktie. Analysten hatten einer Umfrage der Firma First Call/Thomson Financial zufolge mit 19 Cent je Aktie gerechnet.
Außerdem wird Finanzdirektor Jesse J. Greene jr. das Unternehmen verlassen und von Jeff Clarke abgelöst, hieß es bei Compaq weiter.
Zwei Mrd. ATS Kosten im Q1
Die Restrukturierungskosten im ersten Quartal bezifferte Compaq
auf zwischen 125 und 150 Millionen USD. Der Verkauf der Beteiligung
bei Road Runner werde der Kasse 120 Millionen USD zuführen, sagte
Compaq. An der Wall Street stiegen Compaq um 15 Cent auf 18,50 USD,
doch im nachbörslichen Handel fielen die Titel auf 17,06 USD.
CompaqDüstere Aussichten
Compaq-Chef Michael Capellas erwartet für sein Unternehmen auch weiterhin eine negative Entwicklung bei den Gewinnmargen.
Es sei damit zu rechnen, dass sich die Bruttogewinnspannen im Konzern weiter verschlechtern, sagte Capellas in einer Telefonkonferenz mit Analysten gestern US-Börsenschluss. Über den genauen Umfang machte Capellas keine Angaben.
Capellas teilte zudem mit, er erwarte einige der Schwächen, die Compaq auf seinen US-Märkten verzeichnet habe, auch in anderen Regionen der Welt.
Zwar stelle der PC-Hersteller bislang in Europa noch keinen Rückgang der Aufträge und Aktivitäten fest. Auch in Japan sei der High-End-Bereich weiterhin stabil. "Wir glauben jedoch, wenn man konservativ ist, dass sich einiges der Schwäche, die wir in den USA sehen, auch nach Europa ausdehnen wird," sagte Capellas.
Massenentlassungen
Compaq gab außerdem bekannt, dass die Mitarbeiterzahl um 5.000 oder sieben Prozent abgebaut werden müsse, um der schwachen Konjunktur Rechnung zu tragen.
