Yahoo rüstet gegen feindliche Übernahme
Yahoo hat einen Aktionärsrechteplan angekündigt, mit dem sich das Unternehmen nach eigenen Angaben vor feindlichen Übernahmen schützen will.
Mit dem Vorhaben solle ausgeschlossen werden, dass jemand Kontrolle über Yahoo gewinne, ohne einen für alle Aktionäre fairen und zureichenden Preis sowie akzeptable Bedingungen anzubieten, teilte Yahoo am Freitag in Santa Clara mit.
Yahoo stellte zugleich klar, der auch als "Poison Pill" bekannte Plan sei keine Reaktion auf einen bereits erfolgten Versuch einer feindlichen Übernahme.
Erst vor wenigen Wochen war in der Branche über eine Übernahme von Yahoo durch Disney spekuliert worden. Disney-Chef Eisner hatte sogar explizit Interesse an eiem Erwerb von Yahoo bekundet.
Schutzmechanismus gegen feindliche Übernahme
Der Rechte-Plan sei vielmehr entworfen worden, um mögliche
aufgezwungene Übernahmen, sei es durch die Anhäufung von Aktien über
den Kapitalmarkt oder über private Transaktionen, abzuwehren. Yahoo
zufolge sollen dazu Aktionäre Rechte zum Kauf von Vorzugsaktien des
Unternehmens erhalten. Diese Rechte würden als Dividende auf bereits
gehaltene Papiere vergeben. Die Rechte seien nur dann ausübbar, wenn
eine Person oder Gruppe mindestens 15 Prozent der Stammaktien
erwerbe oder ein Angebot oder einen Austausch vorschlage, mit dem
ein Aktienpaket in mindestens dieser Größenordnung erworben werden
solle.
YahooNach dem Bekanntwerden des Aktionärsrechteplan fiel die Aktie am Freitag unter ihr 52-Wochen-Tief und schloss bei 21,69 Dollar.
