Neuer Markt auf Rekordtief
Starke Kursverluste bei den Technologietiteln haben den Deutschen Aktienindex DAX im Minus schließen lassen.
Während der einst als Wachstumssegment gelobte Neue Markt bis zur Schlussglocke erneut deutlich einbrach, verlor der Deutsche Aktienindex 1,37 Prozent auf 6.123,38 Punkte.
Der NEMAX 50 verzeichnete im Tagesverlauf mehreren Allzeittiefs und schloss auf 1.836,28 Zählern - ein Tagesminus von 6,37 Prozent.
Der Absturz des Neuen MarktesPleitenangst geht um
Bereits zu Handelsbeginn drückten Umsatz- und Gewinnwarnungen von US-Unternehmen die Technologie- und Telekom-Werte in DAX und NEMAX.
Auf dem Neuen Markt herrschte zudem Ausverkauf bei Micrologica: Die Aktien des Softwareunternehmens brachen inmitten von Befürchtungen um eine weitere Pleite auf dem Neuen Markt um 52,40 Prozent auf 1,19 Euro ein. Das Unternehmen steht nach eigenen Angaben vor der Zahlungsunfähigkeit.
Auch bei Trintech gab es nach Meinung von Händlern "keine Schmerzgrenze" mehr seit der Veröffentlichung schwacher Zahlen. Trintech gaben um 20,4 Prozent nach. Die Direkt Anlage Bank stürzte um19,8 Prozent ab.
Die einzigen Gewinner unter den im NEMAX-50 gelisteten Titeln waren SCM Microsystems [plus 5,2 Prozent] und Adva [plus 1,2 Prozent].
Im Sog der schwachen US-Technologiebörse Nasdaq waren High-Techs auch die Verlierer im DAX. Epcos büßten 8,48 Prozent auf 64 Euro ein, Infineon Technologies fielen um 2,64 Prozent auf 35,08 Euro, Siemens gaben um 2,27 Prozent auf 122,50 Euro ab und SAP-Vorzüge verloren 5,06 Prozent auf 162,35 Euro.
Weltweit Abwärts
Auch die österreichischen Titel auf dem Neuen Markt haben überwiegend schwächer geschlossen.
Die größte Kursbewegung unter den Austro-Werten verzeichnete Kretztechnik. Die Aktie verlor 1,46 Punkte oder 10,85 Prozent auf einen Schlussstand von 12,00 Euro.
In den USA rutschte der technologielastige Nasdaq-Composite-Index zwischenzeitlich auf 2.071,03 Punkte, ein Minus von 3,75 Prozent. Damit stand der Index so niedrig wie seit über zwei Jahren nicht mehr. Zum Handelsende konnte die Nasdaq sich allerdings wieder erholen und sogar mit einem leichten Gewinn von rund 1,5 Prozentpunkten schließen.
An den anderen Börsen in Europa herrschte ebenfalls trübe Stimmung: Die Börsen in Paris und London tendierten schwächer.
Im letzten März hatte der Neue-Markt-Index noch über 9.000 Punkten gestanden. Danach brachen die Technologiewerte weltweit ein und zwar - wie schon damals befürchtet - nachhaltig.
Korrekturphase für Technologie-Börsen
