27.02.2001

GEFORCE3

Bildquelle: FuZo

Schnellster Grafikchip auf dem Markt

Gestern Abend hat Grafikhersteller Nvidia in San Jose, Kalifornien, seinen brandneuen Grafikchip "GeForce 3" vorgestellt. Wie erwartet geht seine Leistungsfähigkeit weit über die Vorgängermodelle "GeForce 2" und "GeForce 256" hinaus.

Zurückzuführen ist das auf die völlig neu konzipierte Chip-Architektur. Im Herzen der "GeForce 3" arbeitet eine programmierbare 3D-Geometrie-Engine, der so genannte Vertex-Prozessor.

Unterstützt wird er vom Rendering-System des "Pixel Prozessor". Beide Features erlauben es 3D-Software-Enwicklern erstmals, den Grafikchip an ihre Anwendung anzupassen statt - wie bisher üblich - umgekehrt.

800 Milliarden Operationen pro Sekunde

Im ausgeklügelten Einsatz seiner neuartigen Kommandos zur Manipulation von Pixeln liegt auch das ultimative Potenzial des Grafikchips.

Zwar liefern aktuelle Nvidia-Demos bereits sehr beeindruckende visuelle Ergebnisse, aber noch lange nicht in allen Bereichen, in denen das möglich wäre.

Der "GeForce 3"-Chip ist in 0,15-Mikron-Technologie gefertigt und misst 12 mal 12 Millimeter. Mit 57 Millionen Transistoren schafft er 800 Milliarden Operationen pro Sekunde. Gegenüber "GeForce 2" soll "GeForce 3" für das grafikintensive Computerspiel "Quake 3" einen Performance-Gewinn von 117 Prozent bieten.

OEM-Markt als ambitioniertes Nvidia-Ziel

Damit sollte auch der Sprung auf den OEM-Markt kein nennenswertes Problem darstellen. Diesen Zugang wird Nvidia nämlich benötigen, will es eine breitflächige, rasche Verbreitung seiner Grafiktechnologie erreichen.

Nvidia-Chef Jen-Hsen Huang stellt für 2001 noch einige weitere Nvidia-Innovationen in Aussicht: Neben ein bis zwei neuen "GeForce 3"-Varianten sollen auch der Grafikprozessor der X-Box, "GeForce 2 MX" sowie der für den Low-End-Markt bestimmte "Xbox Media Communications Prozessor" das Licht der Welt erblicken.