Gemeinsamer Netzaufbau soll Milliarden sparen
Die Telekom-Konzerne, die bei der Versteigerung der sechs deutschen UMTS-Mobilfunklizenzen im vergangenen Jahr zum Zuge gekommen sind, wollen einem Zeitungsbericht zufolge beim Aufbau der Funknetze zusammenarbeiten und dadurch Milliardenkosten einsparen.
Die Unternehmen hätten bereits in ersten Gesprächen mit der Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation ausgelotet, wie man zusammenarbeiten könne, ohne die Lizenzauflagen zu verletzen, berichtete das "Handelsblatt". Ein Sprecher der Behörde habe das auf Anfrage auch bestätigt, hieß es weiter.
Erst am Freitag letzter Woche hatte Hans Geyer, Intel-Vizepräsident und -Generalmanager, davor gewarnt, dass der Telekommunikationsbranche auf Grund der hohen UMTS-Ausgaben möglicherweise ein finanzieller Schiffbruch bevorstehe.
Telekoms ruinieren sich durch UMTSBis zu 40 Prozent Einsparungen
Im vergangenen Jahr hatten die Deutsche Telekom, Mannesmann, Viag Interkom, E-Plus KPN , Telefonica /Sonera sowie Mobilcom/France Telecom jeweils eine der Lizenzen für je rund 8,25 Milliarden Euro ersteigert.
Durch eine Kooperation beim Aufbau der Netze könnten die Konkurrenten 20 bis 40 Prozent der Kosten sparen, was bei geschätzten Kosten von jeweils fünf Milliarden Euro pro Anbieter Einsparungen von bis zu zwei Milliarden Euro bedeuten könnte.
