Oracle will Software-Vermietung ausbauen
Oracle hat eine Serviceabteilung mit dem Namen Oracle.com aufgebaut, die sich um die Vermietung von Computerprogrammen im Internet kümmern soll.
Oracle fasse darin alle entsprechenden Angebote unter einem Dach zusammen, sagte Vizepräsident Jeremy Burton am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters in New York.
"Wir schaffen einen Markennamen für alle Software-Dienste." Oracle ist nach eigenen Angaben führender Anbieter bei Software für elektronischen Handel.
Oracle ist nicht die erste Firma, die einen Internet-Zugang zu ihrer Software anbietet, der monatlich bezahlt wird. So bietet Microsoft unter der Bezeichnung .Net ähnliche Dienste an wie SAP unter mySAP.com.
OracleAnklang bei elf Prozent der Oracle-Kunden
Oracle habe nur eine Möglichkeit, seine Computerprogramme im Internet zu vertreiben, wenn es sich dabei nicht auf große Unternehmen konzentriere, sagte der Analyst Sanjiv Hingorani von der Investmentbank Dresdner Kleinwort Wasserstein.
Große Firmen - Oracles Hauptkunden - wollten ihre Internet-Ausrüstungen selbst kontrollieren. Außerdem gebe es auf dem Markt für so genannte Application-Service-Provider für keinen Wettbewerber viel Geld zu verdienen.
Burton sagte dagegen, mittlerweile bezögen elf Prozent der Oracle-Kunden ihre Programme für ein Entgelt über das Internet. Oracle erwarte, dass diese Zahl weiter steigen werde.
