Jahresüberschuss um Milliarden revidiert
Die Deutsche Telekom hat ihren im vergangenen Jahr erwirtschafteten Milliardenüberschuss um ein Fünftel nach unten revidiert.
Wie der Bonner Konzern heute in einer Pflichtmitteilung an der Frankfurter Börse mitteilte, rechnet er wegen einer Wertberichtigung von zwei Milliarden Euro bei den Telekom-Grundstücken unter dem Strich noch mit einem Erlös von 5,9 statt zuvor 7,4 Milliarden Euro.
Die Wertberichtigung habe keinen Einfluss auf die Liquidität, betonte das Unternehmen. Die Telekom wolle sich mit einer neuen Strategie nun "beschleunigt von einem erheblichen Teil ihres Immobilienvermögens trennen", hieß es weiter.
Staatsanwalt ermittelt
Wegen möglicherweise überhöhter Buchwerte für die
Telekom-Immobilien ermittelt die Bonner Staatsanwaltschaft. "Diese
Vorwürfe werden weiterhin bestritten", erklärte der Konzern.
Deutsche TelekomBereinigung der Beteiligung
Des weiteren meldete das Unternehmen, noch im ersten Quartal Aktien der US-Telefongesellschaft Sprint FON zum Verkauf anzubieten.
Die derzeit von dem deutschen Konzern gehaltenen Sprint-FON-Aktien haben demnach einen Markwert von rund zwei Milliarden USD.
Der Bonner Ex-Monopolist erklärte die nun eingeleiteten Schritte als Teil seiner Strategie, sich auf die vier Wachstumsbereiche Mobilfunk, Online, Systemlösungen und Festnetz zu konzentrieren.
Auch France Telecom verkauft Sprint-Anteil
Zeitgleich mit der Deutschen Telekom hat auch France Telecom
angekündigt, ihre Anteile am ehemaligen US-Partner im Wert von vier
Milliarden Dollar zu verkaufen. Der Verkauf der Anteile werde noch
im ersten Quartal 2001 erwartet, hieß es. Die Deutsche Telekom und
die France Telecom halten je zehn Prozent an Sprint. Sie besitzen
damit insgesamt 174,8 Millionen Sprint-Aktien. Davon sollten
zunächst 152 Millionen Aktien verkauft werden. Die France Telecom
hatte im Januar bekräftigt, sie wolle die Schulden 2002 auf 30
Milliarden Euro halbieren. Sprint, die Deutsche Telekom und France
Telecom waren Partner im verlustbringenden Joint Venture Global One,
die im vergangenen Jahr von France Telecom von den Partnern
übernommen wurde.
France Telecom
Sprint
