I-Business ist der Megatrend 2001
Sehr deutlich spiegelt die Exponet 2001 wider, wie sich die Landschaft der österreichischen IT-Unternehmen in kürzester Zeit verändert hat.
Die Avantgarde vieler kleiner Internet-Provider ist nahezu verschwunden, kaum mehr sichtbar sind Upstart-Telekoms oder Betreiber von "Portalen".
Unübersehbar dominieren spezialisierte Software-Häuser, die offenbar echtes Geld damit verdienen, im B2B-Bereich verbindend tätig zu sein.
Konsolidierung des E-Kerngeschäfts
Man habe generell erkannt, sagt Clemens Riedl, General Manager
des Software-Hauses Exact, "dass im Internet die Gefahr groß ist,
seine Kernkompetenz aus den Augen zu verlieren". Angesagt seien nun
Konsolidierung und Modernisierung des jeweiligen Kerngeschäfts.
Exponet-Trends Teil I
Die Integrationslösung von ExactDer Name des Spiels
Mit der sich rasant ändernden Struktur der IT-Branche geht auch ein Wertewandel einher. Dass "E-Business" elektronisch funktioniere, sagt Herbert Brauneis, CEO von Plaut, sei mittlerweile selbverständlich.
Springender Punkt sein nun vielmehr, dass er in Echtzeit ablaufe und dass der Name des Spiels eigentlich "Integrations-Business", also "I-Business" sei.
Verbinden, was schon da war
Es wird an IT-Infrastruktur verbunden, was bereits da war und
nach der Logik des Geschäfts zusammenwachsen soll. Dieser Trend
bestimmt auch mittlerweile das Hauptgeschäft der B2B-Provider. "Das
Ende von Frame-Relay ist abzusehen", sagt Michael Vesely,
Technikchef von Nextra,
"Virtual Private Networks bestimmen das Geschäft."
CRM von PlautSAP, ERP und der kommunikative Gleichklang
Ob das nun SAP-Interfaces für WWW-Auftritte [wie etwa bei Plaut] sind, "e-ERP" [Enterprise Relationship Management]-Lösungen von Exact, die MS-Infrastrukturen in kommunikativen Gleichklang bringen sollen, oder das mächtige Java-Tool Cymantix.net für integriertes Knowledge Management - stets wird auf vorhandene Standards aufgesetzt.
Kommunikationsflüsse werden firmenintern oder zu Außenstellen, Kunden oder Partnern quer über MS-Office- und SAP-Strukturen, Oracle-Datenbanken, Sun Sparcs und Linux-Webserver hinweg verbunden.
ASP, CRM und Knowledge-Management
Eine rasch wachsende Zahl österreichischer Unternehmen bietet von
"Application Service Providing" [ASP] über "Consumer Relationship
Management" [CRM] spezialisierte Mixes aus Dienstleistungen und
Software-Tools an, wie sie die
Business-Informationsgesellschaft anscheinend dringend braucht.Transzendentes Netzwerken
Durch diese Buntheit des Programms ist die im Bereich Hardware ausgeprägte Konkurrenzsituation nicht mehr direkt gegeben.
Transzendentes Netzwerken über Plattformen hinweg bedingt Konsens unter den Spezialisten, das Ergebnis ist nicht ganz überraschend Clustering.
Einer der auffälligsten Stände in diesem Bereich mit einer ganzen Latte von Partnern - jener der Software AG - stand denn auch unter dem
alles integrierenden Signum XML.
