Bescheidener Börsenstart für Orange
Die Aktien der französischen Mobilfunkfirma Orange haben einen mäßigen Start an der Pariser Börse erlebt.
Die Papiere des bisher größten europäischen Börsengangs des Jahres konnten nach ihrer Erstnotierung am Dienstag zunächst nicht über den am unteren Ende der Preisspanne festgelegten Ausgabekurs klettern.
Am Vormittag hatte die Orange-Mutter France Telecom mitgeteilt, dass die angebotenen 633 Millionen Papiere 2,6fach überzeichnet worden seien und institutionellen Investoren zu zehn Euro sowie Privatanlegern zu 9,50 Euro zugeteilt würden. Am Nachmittag notierte die Orange-Aktie bei 9,74 Euro. Die Preisspanne hatte bei 9,50 bis elf Euro gelegen.
Auf der Basis des Ausgabepreises wird Orange mit etwa 48 Milliarden Euro und damit deutlich unter dem von Analysten berechneten fairen Wert von 70 bis 80 Milliarden Euro bewertet. France Telekom bringt bis zu 15 Prozent der Mobilfunk-Tochter auf den Markt. Eine kurzfristige Prognose für die weitere Kursentwicklung von Orange ist nach Einschätzung von Branchenanalysten derzeit sehr schwierig. Langfristig erwarten die Experten aber deutliche Zuwächse. Die angegebenen Kursziele lagen zwischen 16 und 20 Euro. Die Auswirkungen des eher schwachen Orange-Börsendebüts auf den geplanten Börsengang der Mobilfunk-Tochter der Deutschen Telekom, T-Mobile, wurden von Analysten unterschiedlich beurteilt.
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