Gestohlenes Auto schickt SMS an Besitzer
Die Unternehmen Clarion, Omega und Audiovox veröffentlichen im kommenden Monat in den USA neue Anti-Diebstahlsysteme, die Besitzer eines Autos mittels SMS, Pager oder Telefonanruf über einen Diebstahl ihres Autos verständigen.
Das von Televoke entwickelte System wird mit GPS-Chip ausgerüstet sein und kann die Position des gestohlenen Autos auch auf einer Karte am heimischen PC anzeigen.
Daneben ist das System mit Text-zu-Sprache-Umwandlung ausgestattet und teilt neueste Informationen zur Position des Autos via Telefon mit.
Wann das System in Europa verfügbar sein wird, ist derzeit noch unbekannt. Das System kostet 559 USD [rund 590 Euro], inklusive eines Jahres Service. Anschließend müssen monatlich zehn USD für das Service, das Kosten für GPS-Benutzung und Anrufe deckt, bezahlt werden.
TelevokeDiebstahls-Tool Alufolie
Ob das neue System einen sichereren Schutz als bestehende bietet, ist allerdings zweifelhaft: Um die GPS-Funktion außer Kraft zu setzen, genügt es oft, die Antenne mit Aluminium-Folie zu bedecken.
Gelegenheitsdiebe werden es schwer haben, ob die vernetzte Autodiebstahl-Industrie angesichts dieser Technologie das Handtuch werfen wird, bleibt fraglich.
Diese macht sich vermehrt Abschleppwagen bei der Umgehung von High-Tech-Sicherheitssystemen zu Nutze. Dabei genügt es, das Auto von der Straße zu heben und damit die Aktivierung des Alarms zu verhindern.
Während bisher die Einbindung des Internets oder anderer Datennetze ins Automobil vor allem in Nutzfahrzeugen stattfand oder ein Privileg von teuren Spitzenmodellen war, wollen eine Reihe von Unternehmen das vernetzte Auto bis 2004 zum Standard machen. Allen voran bemüht sich Motorola um die Entwicklung eines praktikablen Systems und weist dabei darauf hin, dass das Unternehmen 1929 das Autoradio erfunden und so das erste Medium in Autos gebracht habe [Daher kommt auch das "Motor" im Namen].
Autos werden vernetztAutonomie
Die Televoke-Diebstahlsicherung bringt Autobesitzern vor allem mehr Unabhängigkeit, denn bisher mussten besorgte Besitzer die GPS-Überwachung ihres Autos den Anbietern solcher Systeme überlassen.
Neben Televoke bietet derzeit noch General Motors in seinen OnStar-ausgerüsteten Autos ein Sicherheitssystem mit Alarmierung per Handy an.
Alles, was Batman noch braucht: General Motors wirbt auf seiner Seite mit dem dunklen Gesetzeshüter und verschafft dem kugel- und feuersicheren Batmobil mit seinem OnStar-Sicherheitssystem den letzten Schliff.
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