30.01.2001

WIRELESS

Bildquelle: FuZo

Bluetooth sagt dem Kabel den Kampf an

2001 soll das Jahr des Durchbruchs der Bluetooth genannten Funkübertragungstechnologie für den Nahbereich sein. Die Tür für eine kabellose Vernetzung von Handys, PC und anderen elektronischen Geräten soll endgültig aufgehen.

Ein Drittel aller österreichischen PC- und Handy-Nutzer werden in eineinhalb Jahren die Kabelersatz-Technologie nützen, prognostizierte Lars Waag, Produktmanager bei Ericsson Austria.

2002 soll Bluetooth Schätzungen von Herstellern zufolge weltweit in mehr als 100 Mio. Handys integriert sein, 2005 soll es 600 bis 700 Millionen Bluetooth-fähige Handys und rund 1,8 Mrd. Bluetooth-fähige Geräte geben.

Mit Bluetooth ist die Datenübertragung -

im Unterschied zu Infrarot - auch möglich, wenn kein Sichtkontakt besteht. Die maximale Entfernung für den Datenaustausch zwischen den Geräten beträgt derzeit zehn Meter, mit Verstärker 100 Meter. Datensicherheit besteht durch integrierte Berechtigungsprüfungen und Verschlüsselungsfunktionen.

Drucken per Bluetooth

Nutzer müssen sich derzeit allerdings noch mit sehr wenigen Bluetooth-fähigen Geräten zufrieden geben. Toshiba hat eine PC-Karte und Ericsson ein Freisprech-Headset auf den Markt gebracht.

Anfang Mai soll das erste Handy mit integriertem Bluetooth-Chip von Ericsson folgen.

Künftig soll jedoch die Öffnung des Garagentors, das Inbetriebsetzen der Kaffeemaschine oder das Ausdrucken von E-Mails auf einem in der Nähe befindlichen Drucker möglich sein.

Bis zu zehn Geräte in einem "Piconet"

Für die Datenübertragung über Bluetooth können bis zu zehn Geräte in einem so genannten Piconet verbunden werden, ein so genanntes Scatternet besteht aus zehn Piconets.

Alle Geräte innerhalb eines Piconetzes respektieren immer ein bestimmtes Gerät als dominierenden "Master", alle übrigen Geräte - die "Slaves" - synchronisieren ihren Frequenzsprung nach diesem Master.