GPRS wird den WAP-Standard retten
Der neue Mobilfunkstandard GPRS wird der WAP-Technologie zum Durchbruch verhelfen. Diese These vertrat Richard Steele, General Manager von Invisix, einem Joint Venture von Motorola und Cisco.
"Die Applikationen übersteigen die bisherigen Fähigkeiten von Software und Handys", nannte Steele am Mittwoch anlässlich der "Handelsblatt"-Jahrestagung zum Thema "Telekommunikationsmarkt Österreich 2001" im Wiener World Trade Center als Grund für den "keineswegs großartigen Start" von WAP.
Mit GPRS sollen die technischen Einschränkungen fallen, so Steele.
Marketing Nokia
Auch Jörg Pribil, Marketingleiter von Nokia Österreich, erwartet
durch GPRS eine Zunahme mobiler Anwendungen. Als Beispiel nannte er
Mobile Multimedia Messaging und Location Band Services. Pribil
schränkte jedoch ein, dass niemand stundenlang auf einen kleinen
Bildschirm schauen werde, wohl aber die User zum Beispiel
Filmtrailer oder Torszenen eines Fußballspiels abrufen werden.
Das gesamte Programm der TagungVerkauf Ericsson
Für Hans Calminder, Verkaufsdirektor von Ericsson Schweden, stellt sich in erster Linie die Frage, in welcher Bandbreite die Mobilfunkbetreiber künftig tätig sein wollen.
"Die Linie reicht von Portalbetreibern über Service- oder Multimedia-Provider bis hin zum Full Service Operator", erklärte Calminder. Content-Anbieter, E-Commerce- oder Festnetzbetreiber könnten je nach gewählter Strategie mit eigenen Angeboten bekämpft oder unterstützt [etwa durch Abrechnungssysteme oder Sicherheitseinrichtungen] werden.
Eine weitere Möglichkeit sei es, als Mobile Virtual Network Operator [MVNO] aufzutreten.
